Handball
«Städtli» verpasst die Chance, das Punktepolster zu erhöhen

Das Badener NLB-Team verpasste die Chance, das Punktekonto zu erhöhen und bezog gegen das solide aufspielende GC Amicitia/RWZ eine deutliche 20:32-Heimschlappe. Nach einer Viertelstunde lag Baden mit fünf Toren hinten.

Franco Bassani
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Kein Durchkommen für Badens Manuel Reichlin.

Kein Durchkommen für Badens Manuel Reichlin.

Foto Wagner

In den Anfangsminuten sah es noch ganz nach einer Wiederholung der letzten beiden Heimspiele aus: Baden bemühte sich zwar, holte aber wenig aus seinen Chancen heraus und geriet bald einige Tore in Rückstand. Entscheidend abzusetzen vermochte sich der Gast aus Zürich lange nicht, und so hatte sich wohl manch einer der rund 120 Zuschauer schon darauf eingestellt, dass die Badener früher oder später Tritt fassen würden – und die Partie schliesslich zu Gunsten der Heimmannschaft kippt.

Keine Impulse

Leider nein. Im Gegensatz zu den vergangenen Partien vermochte sich kein Badener Akteur hervorzutun und dem «Städtli»-Spiel entscheidende Impulse zu verleihen. Vorne fehlten Druck, Entschlossenheit und Effizienz, hinten fanden auch die Torhüter kein Mittel gegen die variantenreichen Zürcher Angriffe. Besonders Luca Oberli fand mit seinen Abschlüssen immer wieder den Weg ins Tor und konnte sich schliesslich sieben Treffer aus neun Versuchen gutschreiben lassen. Symptomatisch für die wenig erbauliche Städtli-Leistung: Die treffsichersten Badener waren Yanick Schläpfer und Thomas Stalder mit je vier Toren aus zehn respektive neun Versuchen; in den dreissig Minuten der zweiten Halbzeit brachte der STV ganze sieben Bälle im gegnerischen Kasten unter.

Die Hoffnung, dass die «Wundertüte» GC Ami ein Punktegeschenk von Limmatstadt an Limmatstadt enthalten würde, zerschlug sich schnell und deutlich. «Städtli» war nicht auf Augenhöhe des Gegners und muss die zehn Tage bis zum nächsten Spiel (am 12. auswärts gegen den Tabellenletzten BSV Stans) nutzen, um wieder zu einem Mannschaftsspiel zu finden, das diesen Namen verdient.