Handball NLB
Städtli spielt gross auf gegen die Endinger – doch die setzen sich noch hauchdünn durch

Der STV Baden verliert mit 32:33 (19:16) im letzten Spiel des Jahres gegen den TV Endingen.

Alexander Wagner
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NLB-Handballderby STV Baden - TV Endingen
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Leo Pejkovic (oben) und Simon Wittlin (unten, alle TVE) jubeln nach dem Derbysieg.
Nemanja Sudzum (TVE) jubelt.
Jubel bei Leo Pejkovic (links) und Oliver Mauron vom TV Endingen nach dem Derbysieg.
600 Zuschauer in der alten Aue in Baden beim Handballderby STV Baden - TV Endingen.
600 Zuschauer in der Aue in Baden beim Handballderby.
Endingens Trainer Zoltan Majeri (rechts) mit Karlo Ladan (links, beide TVE).
Pure Freude beim TV Endingen nach dem Derbysieg.
Goalie Marco Wyss (rechts, STV Baden) ist machtlos gegen den Schuss von Armin Sarac (links, TVE).
Endingens Trainer Zoltan Majeri gibt klare Anweisungen (TVE).
Francesco Biffiger (rechts, STV Baden) gegen Christian Riechsteiner (links, TVE).
Handball, NLB: STV Baden - TV Endingen Nemanja Sudzum (Mitte, TVE) gegen Noah Gautschi (links) und Seppi Zuber (rechts, beide STV Baden).
Noah Gautschi (rechts, STV Baden) gegen Karlo Ladan (links, TVE).
Remo Hochstrasser (Mitte, STV Baden) gegen Karlo Ladan, Simon Wittlin und Christian Riechsteiner (alle TVE, v.l.).
Seppi Zuber (links, STV Baden) gegen Christian Riechsteiner (rechts, TVE).
Lukas Riechsteiner (unten, TVE) gegen Patrick Schweizer.
Nemanja Sudzum (links, TVE) gegen Patrick Schweizer (links, STV).
Christian Riechsteiner (rechts, TVE) gegen Remo Hochstrasser (links) und Patrick Schweizer (Mitte, beide STV Baden).
Armin Sarac (oben, TVE) gegen Luca Oberlin (vorne, STV).
Oliver Mauron (Mitte, TVE) gegen Luca Oberli (links) und Seppi Zuber (rechts, beide STV Baden).
Christian Riechsteiner (oben, TVE) gegen Luca Oberli (unten, STV).
Kein Durchkommen fuer Francesco Biffiger (Mitte, STV Baden) gegen die Endinger Abwehrmauer.
Lukas Riechsteiner (links, TVE) gegen Patrick Schweizer (rechts, STV).
Björn Navarin, Trainer STV Baden.
Marco Wyss, Goalie STV Baden, streckt sich vergebens.

NLB-Handballderby STV Baden - TV Endingen

Alexander Wagner

Sechs Minuten vor der Sirene gelang Endingens Captain Christian Riechsteiner der Ausgleich zum 29:29. Zuvor hatte der STV Baden während der gesamten Spielzeit im Derby geführt. Die Stadtturner kämpfen nicht nur beherzt, sondern auch clever und lagen gegen den TV Endingen stets in Führung.

«Endlich sind wir mal gut ins Spiel gekommen», freut sich Badens Goalie Marco Wyss. Das war in dieser Saison bei weitem nicht immer so. «Das war über 50 Minuten unsere beste Saisonleistung», brachte es Trainer Björn Navarin auf den Punkt.

Der Atem ging aus

Doch ein Handballspiel dauert eben zehn Minuten länger. Danach ging den Gastgebern langsam die Puste aus. Zum einen im wahrsten Sinne des Wortes, denn der eine oder andere Stadtturner pumpte schon ganz schön heftig. Aber Navarin konnte kaum wechseln, ihm fehlen die gleichwertigen Alternativen. Zum anderen auch im übertragenen Sinne, denn die Konzentration schwand und damit stieg die Fehlerquote bei Baden. «Wir können dieses Niveau nicht aufrechterhalten», weiss der deutsche Trainer.

Baden konnte nach dem Ausgleich von Riechsteiner zwar nochmals reagieren. Doch gleich noch zweimal fand der Captain und das gesamte Team von Endingen jeweils die richtige Antwort und entschied das Derby am Ende eben mit 33:32 doch für sich.

Weisse Weste

Damit gehen die Surbtaler ungeschlagen in die Winterpause. Sie sind souveräner Tabellenführer, mit dem Punktemaximum auf dem Konto. «Das ist wirklich eine bittere Niederlage», musste Badens Goalie Wyss zugeben. Der Tenor bei den Stadtturner war jedoch, dass man zugeben muss, dass die Konstanz fehlt. Aber dass sie stärker aus der Pause zurückkommen wollen. Kräftig durchpusten musste auch Endingens Trainer Zoltan Majeri.

Er turnte während des gesamten Derbys an der Seitenlinie und machte fast so viele Kilometer wie seine Spieler. Entscheidend war vielleicht auch, dass er in der Pause von der 5-1-Abwehr auf eine 6-0-Verteidung umstellte. Obwohl er mit den 19 kassierten Treffern im ersten Durchgang sichtlich unzufrieden war, wurde er nicht laut in der Kabine. «Laut kann ich während der Woche sein. Aber jetzt mussten wir Lösungen finden», betonte er und ergänzte bestimmt: «Zusammen, als Team.». Dies gelang den Endingern zwar spät, aber nicht zu spät um das Derby doch noch zu gewinnen und die weisse Weste zu bewahren.

Starke Mannschaftsleistung

Die Endinger können mit der bisherigen Saison sicherlich zufrieden sein. Klingt vielleicht im ersten Moment komisch, weil sie ja alle Partien gewonnen haben und erscheint logisch. Aber vor allem auch, weil sie sehr gut eingespielt sind und die beste Verteidigung der Liga stellen. Was alles andere als logisch ist, haben sie doch vor der Saison den bewährten und eingespielten Innenblock in der Abwehr sowie beide Torhüter verloren.

«Das war heute eine Mannschaftsleistung», betonte denn auch Endingens Trainer Majeri. Und das ist eine weitere Stärke der Surbaler. Im Derby trugen sich nicht weniger als neun verschiedene Spieler in die Torschützenliste ein. So sind sie für die Gegner kaum ausrechenbar. Die Spielerdecke der Badener ist jedoch dünner. Zwar trafen auch acht Stadtturner ins Netz, doch am Ende ist die Verantwortung doch auf deutlich weniger Schultern verteilt. Und das wirkte sich im Derby genauso aus wie am Ende des Jahres in der Tabelle.

Matchtelegramm

STV Baden – TV Endingen 32:33 (16:19)

Aue Baden. – 600 Zuschauer. – SR: Meier/Henning. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Baden. 3-mal 2 Minuten gegen Endingen. – Torfolge: 1:0, 1:2, 2:4, 4:4 (5.), 6:5, 7:6, 9:7, 9:9, 11:10, 12:10, 14:12, 16:13, 17:15, 19:16; 20:18, 22:19, 23:20, 24:21, 25:22, 25:24, 27:25, 28:26, 29:27, 29:29 (54.), 30:30, 31:31, 31:32, 32:33.

STV Baden: Wyss; Schmid, Bolliger, Wildi (2), Bühler (6), Biffiger (4), Zuber (7), Ramsauer, Hochstrasser (1), Gautschi (4), Thaler, Oberli (7/5), Schweizer (1).

TV Endingen: Nungovitch/Grana; Lukas Riechsteiner (2), Baumann (1), Sudzum (6), Christian Riechsteiner (8), Mauron (2), Pejkovic, Ladan, Wittlin (5), Kündig (1), Sarac (4/4), Huesmann (4).

Bemerkung: Baden ohne Baumann (verletzt).