FC Aarau
Spielmann kam, sah und traf gegen seinen FC Aarau

Der FC Aarau gewinnt das Testspiel gegen die Schweizer U20 in Schöftland mit 3:1. FCA Stürmer Marvin Spielmann trug für einmal nicht das Trikot der Aarauer, sondern lief für die Schweizer U20-Nati auf.

Ruedi Kuhn
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Marvin Spielmann gelang im Trikot der Schweizer U20 ein Tor bei der 3:1-Niederlage gegen seinen FC Aarau.

Marvin Spielmann gelang im Trikot der Schweizer U20 ein Tor bei der 3:1-Niederlage gegen seinen FC Aarau.

GERRY FREI

Für Marvin Spielmann, Swen König und Ranko Jakoljevic war das Testspiel in Schöftland zwischen dem FC Aarau und der Schweizer U20-Auswahl ein spezielles Erlebnis. Spielmann gilt momentan als grösstes Talent des FC Aarau. König ist Torhüter-Trainer des Super-League-Absteigers. Und Jakovljevic ist Trainer des Teams Aargau U18. Der Clou an der Sache: Spielmann wurde Anfang dieser Woche erstmals als Stürmer der Schweizer U20 aufgeboten. König ist seit kurzer Zeit auch noch Torhüter-Trainer der Schweizer U20. Und Jakovljevic ist Assistent des Schweizer U20-Cheftrainers Reto Gertschen.

So kam Spielmann ausgerechnet gegen den FC Aarau zu seinem Debüt im Dress der U20. «Ich freue mich riesig auf die Premiere», sagte der 19-jährige Stürmer im Vorfeld der Partie. «Sollte ich allerdings einen Treffer erzielen, würde ich nicht jubeln.» Warum nicht? «Ganz einfach», fügte Spielmann hinzu. «Ein Torjubel wäre respektlos gegenüber dem FC Aarau. Schliesslich ist der FCA mein Arbeitgeber.»

Spielmann trifft zum Ausgleich

Deutliche Worte, denen der junge Mann mit der ausgefeilten Technik und dem starken Antritt Taten folgen liess. Spielmann also kam, sah und traf. Der Mittelstürmer zeigte von Beginn an seine Klasse und erzielte kurz vor der Pause mit einem Schuss aus elf Metern den Treffer zum 1:1. Das Tor war der verdiente Lohn für eine gute Leistung. Man kann wohl davon ausgehen, dass U20-Cheftrainer Gertschen Spielmann auch für den Test in Polen am kommenden Wochenende aufbieten wird. Einziger Kritikpunkt: Wäre Spielmann im Abschluss etwas effizienter gewesen, hätte er zwei weitere Treffer schiessen müssen. Die mangelnde Kaltblütigkeit der Talente war im Endeffekt auch der Grund, warum die U20 als Verlierer vom Platz ging. Nicht nur Spielmann sündigte im Abschluss. Auch Luzerns Nachwuchshoffnung Nicolas Haas vergab in der zweiten Hälfte gleich drei hochkarätige Möglichkeiten.

Und der FC Aarau? Die Mannschaft von Trainer Livio Bordoli zeigte gute Ansätze und gewann dank zwei Toren von Ridge Mobulu und einem Treffer von Petar Sliskovic in der Nachspielzeit verdient mit 3:1.

Comeback von Peralta

Eine gute Note aufseiten der Aarauer verdiente sich Rechtsverteidiger Miguel Peralta, der nach monatelanger Verletzungspause erstmals wieder zu einem Einsatz kam und überzeugte. Gleiches gilt für Fabian Stoller: Der Mittelfeldspieler mit Qualitäten in der Defensive scheint ein Versprechen für die Zukunft zu sein. Mann des Spiels beim FC Aarau war allerdings Ridge Mobulu. Der Flügelstürmer, der am vergangenen Sonntag schon den herrlichen Treffer zum 1:1 gegen Wil erzielt hatte, bewies seine Gefährlichkeit mit einem Doppelpack erneut. Wer weiss? Vielleicht ist Mobulu doch mehr als nur ein Joker. Vielleicht ist er sogar der Goalgetter, den man beim FC Aarau momentan so sehnlichst vermisst.