FC Wohlen
Spieler geben Vollgas für Extraferien

Am Samstag empfängt der FC Wohlen Lugano zum Spitzenkampf der Challenge League. Werden die Freiämter Wintermeister, lässt Trainer Ciriaco Sforza die Spieler früher von der Leine.

Ruedi Kuhn
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Wohlen-Trainer Ciriaco Sforza weist seinen Spielern den Weg in die verfrühten Weihnachtsferien.

Wohlen-Trainer Ciriaco Sforza weist seinen Spielern den Weg in die verfrühten Weihnachtsferien.

Christian Boss

Bringt der FC Wohlen den Zweipunkte-Vorsprung in die Winterpause? Hält die Mannschaft die Gegner Lugano, Servette und Winterthur auf Distanz? Um das hohe Ziel zu erreichen, greift Ciriaco Sforza vor den restlichen Partien gegen Lugano (h), Le Mont (a) und den FC Winterthur (h) in die Trickkiste. «Sollten wir tatsächlich den Titel des Wintermeisters holen, gibt es für die Spieler Extraferien», sagt der Trainer des FC Wohlen. «Das habe ich versprochen. Und das werde ich natürlich halten.»

Ein Nehmen und ein Geben

Im Klartext: Grüsst das Team nach dem Heimspiel am Sonntag, 7. Dezember, 15 Uhr, gegen den FC Winterthur nach wie vor vom Leaderthron, geht’s direkt in den Urlaub. Wird der FC Wohlen auf der Zielgerade überholt, trainiert man noch einige Tage. «Im Fussball ist es ein Nehmen und ein Geben», erklärt Sforza. «Die Spieler haben im Verlauf der Vorrunde brutal hart trainiert und Grossartiges geschafft. Ziehen sie die starken Leistungen durch, haben sie sich dieses Zückerchen mit etwas mehr Ferien redlich verdient.»

Spitzenkampf ohne Samir Ramizi

Drei Runden vor Schluss der Vorrunde kommt es am Samstag zum Spitzenkampf der Challenge League zwischen dem Leader FC Wohlen und dem Zweiten Lugano. Anpfiff im Stadion Niedermatten ist um 17.45 Uhr. Im Hinspiel im Stadio Cornaredo siegten die Freiämter dank Toren von Brahimi und Rapp mit 2:1. Im zweiten Aufeinandertreffen fehlen auf Seiten der Freiämter die gesperrten Urtic und Ramizi sowie der verletzte Bujar Lika. Die voraussichtliche FCW-Startelf: Kiassumbua; Stadelmann, Bühler, Pnishi, Thaqi; Pezzoni; Brahimi, Geissmann, Grether, Rapp; Buess. (ruku)

Sforza fordert von seinem Team seit dem Trainingsbeginn Anfang Juni extrem viel. Nun soll es für den grossen Aufwand belohnt werden. Die Variante mit der Peitsche und dem Zuckerbrot kommt bei den Spielern gut an. Anders ist der Gewinn von 31 Punkten aus 15 Spielen nicht zu erklären. Im Verlauf der Vorrunde sorgte Sforza mit einer Premiere der besonderen Art für Schlagzeilen: Der Versuch mit zwei Trainingseinheiten an einem Tag jeweils um 7.30 Uhr und 10.15 Uhr, dem gemeinsamen Morgenessen um 9 Uhr und Pflege/Erholung am Nachmittag ist ein voller Erfolg. «Ich wollte damit erreichen, dass die Spieler früh aufstehen und sich einen Tag lang voll und ganz auf den Fussball konzentrieren müssen», erklärt Sforza die ungewöhnliche Massnahme.

Sforza hält viel von Lugano

Eines steht für Sforza vor dem Gipfeltreffen mit Lugano fest: Das Team vom früheren Wohler Trainer Livio Bordoli ist nominell das stärkste der Challenge League. «Das Spielermaterial von Lugano hat Super-League-Niveau», lobt Sforza den nächsten Gegner. «Besonders gefährlich sind die ruhenden Bälle. Da müssen wir höllisch aufpassen.» Vielleicht gibt im Spitzenspiel der Heimvorteil den Ausschlag zugunsten von Wohlen. Diesbezüglich hat Sforza ein Anliegen. «Nach den zahlreichen Erfolgen in den vergangenen Wochen höre ich rund um den Verein viele positive Stimmen», sagt er. «Es wäre schön, wenn uns die Fans gegen Lugano mit etwas mehr Leidenschaft und Herzblut unterstützen würden. Und zwar so, dass der Funke auf die Mannschaft überspringt.»

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