Fussball
Spät bekommt Stephan Andrist seine Meisteruhr

Für Geschenke ist es nie zu spät. Sagte sich Bernhard Heusler. Der FC Basel Präsident überreicht dem Aarauer ein verspätetes Präsent für den Titelgewinn 2014.

Ruedi Kuhn
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Bernhard Heusler überreichte Stephan Andrist zum späten Dank eine Uhr.

Bernhard Heusler überreichte Stephan Andrist zum späten Dank eine Uhr.

Keystone

Der Präsident des FC Basel stand nach dem Schlusspfiff und dem 3:0-Sieg seines Teams gegen den FC Aarau vor einer besonderen Aufgabe. Mit einer Kartonschachtel in der Hand ging Heusler in Richtung Umkleidekabine des Gegners und fragte nach Stephan Andrist. Der Grund des Treffens? Ganz einfach. Heusler überreichte Andrist ein Präsent für den Titelgewinn des FC Basel in der Saison 2013/14. Vor seinem Wechsel zum FC Aarau spielte Andrist in der Vorrunde der vergangenen Meisterschaft für den FCB.

„Stephan hat dieses Geschenk verdient“, sagt Heusler. „Schliesslich hat auch er einen Anteil am Titelgewinn.“ Und was ist in der Schachtel? „Das verrate ich nicht“, fügt Heusler hinzu. „Das müssen Sie Stephan schon selber fragen.“ Gesagt, getan: „Der FCB hat mir eine kostbare IWC-Uhr geschenkt“, lüftet Andrist das Geheimnis. „Ich liebe Uhren. Diese schöne Geste von Herrn Heusler weiss ich zu schätzen. Ich erlebte beim FCB eine wunderschöne Zeit.“ Dank der neuen Uhr weiss Andrist nun hoffentlich auch, dass die Zeit für sein drittes Saisontor gekommen ist. Gegen den FC Basel traf er in der sechsten Minute mit einem Schuss aus vier Metern die Unterkante der Latte. Vielleicht sind für Andrist im Heimspiel gegen den FC Luzern am nächsten Samstag aller guten Dinge drei.

Keine Punkte aber immerhin eine Uhr

Mit Andrist gab es auf Seiten des FC Aarau nach dem 0:3 in Basel wenigstens einen kleinen Gewinner. Der Rest der Mannschaft trat am Sonntag die Heimreise ins Brügglifeld mit hängenden Köpfen an. Nichts zu lachen hatte vor allem Igor Nganga. Der Rechtsverteidiger erlebte in den vergangenen Tagen ein Wechselbad der Gefühle. Am Mittwoch gewann der 27-Jährige mit dem Kongo im Sudan 1:0 und schaffte die Qualifikation für den Afrika-Cup von Mitte Januar bis Mitte Februar in Äquatorialguinea.

Gegen den FC Basel leistete sich Nganga vor dem ersten Gegentreffer in der 17. Minute einen Patzer der gröberen Sorte. Er liess Shkelzen Gashi beim Torschuss viel zu viel Freiraum. In Anbetracht der zwei Spiele in der letzten Woche gegen Nigeria und den Sudan und dem Reisestress am Donnerstag und Freitag mit Flügen vom Sudan nach Kongo, vom Kongo nach Paris und von Paris nach Zürich ist die schlechte Leistung von Nganga nicht verwunderlich. Sven Christ hatte allerdings einen guten Grund, Nganga von Beginn an spielen zu lassen. „Mit der Euphorie der Qualifikation für den Afrika-Cup im Rücken hoffte ich auf eine Topleistung von Nganga“, sagte der Trainer des FC Aarau. „Diese Rechnung ist leider nicht aufgegangen.“

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