Beachvolleyball

Spätzünder Benny Beyeler und sein Partner nehmen langsam Fahrt auf

Seit 2010 zusammen unterwegs: Benny Beyeler (hinten) und Raffi Bissig.

Seit 2010 zusammen unterwegs: Benny Beyeler (hinten) und Raffi Bissig.

Benny Beyeler bestreitet mit seinen 32 Jahren erst seine dritte Halbprofi-Saison. Mit dem Sieg an der Coop-Beach-Tour in Locarno hat das Duo seine Ambitionen letzte Woche untermauert. Trotzdem ist Beyeler froh, nebenbei noch arbeiten zu können.

Die noch junge Beachvolley-Saison hat für Beyeler bereits mit einem Highlight aufgewartet. Zusammen mit seinem Partner Raffi Bissig gewann er vergangenes Wochenende das Turnier in Locarno der Coop-Beach-Tour.

Es war der erste Turniergewinn auf der höchsten nationalen Tour für das Duo, das seit 2010 zusammen spielt. «Es ist natürlich super, so in die Saison starten zu können», strahlt Beyeler.

Die beiden sind nicht dem Schweizer Volleyballverband angeschlossen und erhalten auch keine finanzielle Unterstützung. «Es hat natürlich Vor- und Nachteile. Wir werden nicht finanziell unterstützt, aber wenn man sich nicht dem Verband verpflichtet, ist man viel ungebundener und freier in seinen Entscheidungen», erklärt er.

Ein guter Ausgleich

Doch wegen dem Geld spielt der Halbprofi aus Hausen sowieso nicht Beachvolley. «Es ist meine Leidenschaft und ein guter Ausgleich zu meinem Beruf. Ich brauche den Sport, als auch den Beruf», sagt der Produkt-Manager, der momentan 60 Prozent bei Nikon arbeitet.

«Voll auf die Karte Sport möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht setzen. Ich brauche eine gewisse Sicherheit. In dieser Hinsicht bin ich wohl ein typischer Schweizer», lacht er.

Der Beruf sei auch einer der Gründe gewesen, weshalb er – für einen Sportler relativ spät – seine Karriere lanciert habe. Er wollte zuerst eine solide Ausbildung haben, bevor er mehr in den Sport investierte.

Regelmässige Trainings in Kriens

Als er dann 2010 von seinem jetzigen Partner Bissig angefragt wurde – der auf der Suche nach einem neuen Blockspieler war, sagte er zu. Das Training begann sich zu intensivieren und die beiden hatten grössere Pläne, als nur die Schweizer Tour zu spielen.

Während der Saison wird neben den Turnieren, die sie spielen, noch regelmässig vier bis fünf Mal in der Woche meist in Kriens trainiert, da Trainer Markus Egger (selbst einmal Profi-Beachvolleyballer) aus Luzern kommt.

Bleibt denn überhaupt noch Zeit für etwas anderes? «Ja. Das einzige, worauf ich im momentan verzichte sind Ferien, doch das stört mich nicht. Ferien kann ich immer noch später machen. Ausserdem sehe ich durch die vielen Turniere, die wir spielen, auch etwas von der Welt.»

Die Wold Tour im Visier

Dieses Jahr ist nun die zweite Saison des Duos, in welcher sie an der FIVB World Tour und an der CEV (Europäische Tour) teilnehmen.

Im Moment müssen die Zwei immer noch zuerst die Qualifikation bestreiten, um überhaupt ins Hauptfeld zu kommen, da sie nicht genug gut klassiert sind. «Unser Ziel diese und nächste Saison ist es ganz klar, nicht mehr die Qualifikationen spielen zu müssen», fügt Beyeler an.

Und falls dies nicht klappen sollte? «Dann werden wir über die Bücher gehen müssen. Aber daran denke ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.»

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