Unihockey

Spätes Glück nach zähem Kampf für Unihockey Mittelland

Unihockey Mittelland besiegt UHT Schüpbach nach Verlängerung.

Unihockey Mittelland besiegt UHT Schüpbach nach Verlängerung.

Im Mittelpunkt des Spiels zwischen Unihockey Mittelland und dem UHT Schüpbach stand der Neuzugang Sam Schneiter. Noch waren es aber andere, darunter auch junge Nachwuchsspieler, die für Furore sorgten und den 6:5-Sieg nach Verlängerung ermöglichten.

Keine 48 Stunden nach der 4:8-Niederlage gegen den neuen Leader Zug begann der zweite Auftritt von Unihockey Mittelland in der Giroud-Olma-Halle furios. Alle Augen waren auf den Transfercoup und neuen Hoffnungsträger Sam Schneiter gerichtet, doch es waren die Schüpbacher, die in der ersten Minute in Führung gingen.

In derselben Minute aber reagierte das Heimteam schon und korrigierte den Fehlstart mit einem herrlichen Konter über die beiden jungen Nachwuchsspieler Pauli und Flury. In der Folge blieb das Spiel hektisch und es gab Chancen hüben und drüben. In einem ausgeglichenen Spiel wurden den Zuschauern durch Unkonzentriertheiten in beiden Hintermannschaften noch zwei weitere, frühe Tore beschert. Wenn die Paradelinie der Mittelländer aber auf dem Feld stand, ging die Post nur in eine Richtung ab.

Sam Schneiter brachte sich sehr gut als Center hinter den beiden Muchas ein, verpasste es aber im ersten Drittel entscheidende Akzente zu setzen. So waren es die Gäste, die am Ende des Drittels durch ein Überzahltor die Führung in die Pause entführten.

Reaktion blieb zunächst aus

Wer nun mit einer Reaktion des Heimteams gerechnet hatte, irrte sich. Schüpbach blieb mit seinen Kontern die gefährlichere Mannschaft, selbst in Unterzahl. Just in der Phase, in der Mittelland ein weiteres Gegentor drohte, kam der erste grosse Auftritt von Sam Schneiter. In der 31. Minute stand er stand goldrichtig und versenkte einen Abpraller volley zum zwischenzeitlichen 3:3.

«Für mich war es noch ein wenig schwierig. Ich habe erst drei Trainings gespielt und davor während fünf Monaten wegen meinem Knie kaum trainiert. Zum Teil gab es noch Abstimmungsprobleme und ich merke, dass ich konditionell noch nicht ganz das abrufen kann, was ich mir gewohnt bin», sagte Schneiter zu seinem Debüt im UM-Dress. Die angesprochenen Abstimmungsprobleme im Team wurden kurz darauf ersichtlich.Durch ein weiteres Tor war es das Gästeteam, das die Führung in die Pause entführte.

UM-Trainer Renato Wyss sah sich in der zweiten Pause gezwungen, etwas zu ändern. Die Verteidigungspartner wurden umgestellt und sollten so nun hinten für mehr Sicherheit sorgen. Doch schon nach weniger als vier Minuten musste UM-Goalie Mathieu Unternährer abermals hinter sich greifen. Es brauchte ein Powerplay, in dem Marius Flury mit seinem 4:5-Anschlusstreffer das Spiel wieder spannend machte. Der junge Doppeltorschütze freute sich: «Endlich hat es wieder einmal funktioniert.

Die letzten Spiele dachte ich zu viel nach und heute habe ich freier aufgespielt.» Nachdem die Mittelländer es lange verpassten den Ausgleich zu erzielen, fiel dieser vier Minuten vor Ende doch noch durch Nicolas Burgherr, einen weiteren jungen Spieler. In der hektischen Schlussphase konnten beide Teams trotz vielen Torchancen die Verlängerung nicht mehr verhindern.

Erlösung durch Mucha-Gebrüder

In der Verlängerung waren es dann zum wiederholten Male die Muchas, die den Unterschied ausmachten und den Mittelländern doch noch einen Heimsieg bescherten. Dies ganz zur Freude der meisten der 110 Zuschauer. Diese und auch die Spieler sahen aber durchaus auch Verbesserungspotential. „Wir müssen mehr Ruhe bewahren, wenn wir den Ball haben. Wir machen zu viele kleine Fehler, die zu Ballverlusten führen“, meinte Sam Schneiter nach dem Spiel.

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