Aargauer Kantonalschwingfest
Solothurner Schwinger kritisieren Matthäus Huber

«Überhaupt nicht fair», sagte Eidgenosse Bruno Gisler zur Einteilung. Matthäus Huber, der technische Leiter des Aargauer Verbands, rechtfertigt sich.

Wolfgang Rytz
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Matthäus Huber als Beobachter des Schlussgangs in Aristau.

Matthäus Huber als Beobachter des Schlussgangs in Aristau.

Wolfgang Ryzt

Matthäus Huber stand schon vor dem Aargauer Kantonalschwingfest in Aristau im Kreuzfeuer der Solothurner. «Diese Einteilung war überhaupt nicht fair», ereiferte sich Eidgenosse Bruno Gisler über die Spitzenpaarungen im ersten Gang, die der Technische Leiter des Aargauer Verbandes gewählt hatte. Die Kritik am 103-fachen Kranzschwinger und Publikumsliebling der 1990er-Jahre ebbte auch während des Wettkampfes im Freiamt nicht ab.

«Der Weg dazu war seltsam»

Doch zuletzt belegten die Favoriten praktisch geschlossen die Spitzenränge und Matthäus Huber lehnte sich erleichtert zurück. «An unserem Kantonalfest stimmt die Rangliste. Die Besten sind vorne auf der Rangliste.» Dieser Feststellung konnte auch Gisler nicht widersprechen. «Ja, zuletzt ist die Rangliste korrekt. Aber der Weg dazu war seltsam.»

Für Huber als Wettkampfleiter war aber auch wichtig, dass alle Spitzenschwinger auch ein hartes Pensum zu bewältigen hatten. Entgegen kam den Aargauern, dass Bieri einen Supertag erwischte und alle Gegner aus dem Weg räumte, bis sein Tagessieg praktisch feststand. In der Kranzbilanz eroberten die deutlich erstarkten Aargauer 10 von 21 Kränzen. Die Solothurner, die am eigenen Kantonalfest gegen die Aargauer mit 9:4 Kränzen dominiert hatten, mussten sich mit nur vier Auszeichnungen begnügen. Erstaunlicherweise übertrafen die kecken Baselbieter diese Ausbeute um einen Kranz.

Als Neukranzer traten für den Schwingklub Zurzach Lukas Kramer und für die Lenzburger Yves Steinmann erstmals vor die Ehrendamen.