Ein „Sönd willkomm“ zur Begrüssung, der imposante Säntis, aparter Blumenschmuck, der kraftvolle Geist des Appenzeller Landes, eine ausgeklügelte Infrastruktur, die Rekord-Zuschauerzahl von 12'500 und gute Schwingerarbeit der 90 Aktiven: Der Schwägalp-Schwinget ist sich seines guten Rufes bewusst und tut diesem alle Ehre an. Der wunderbare Sonnentag trug dazu bei, dass dem Fest das Attribut „perfekt“ zugeordnet werden kann. Der farblich, gestalterisch wie auch musikalisch aufs Feinste abgestimmte Festakt mit den Dankesworten des OK-Präsidenten, Niklaus Hörler, und der urchigen Rede von Bundesrat Ueli Maurer verlieh der Alp die passende Würde. 

Cards: Das müssen Sie über Schwingen wissen

In dem auf 14 Minuten angesagten Schlussgang zeigten sich Vorjahressieger Bösch Daniel und Mathis Marcel sehr verhalten und abtastend, was einen Gestellten ergab. Somit konnten die beiden Ausnahmetalente, der 18-jährige Giger Samuel mit Rang 1a und der 21-jährige Orlik Armon mit Rang 1b profitieren und den Festsieg mit dem Ostschweizer Doppelsieg synchron feiern.

Kranz-Traum platzt für Stalder

Die 10 Schwinger des Nordwestschweizerischen Verbandes, davon neun selektioniert fürs Eidgenössische, lassen folgendes Bild zurück: Alpiger Nick war zu Beginn gefordert mit dem Eidgenossen Zwyssig Raphael, mit welchem er stellte. Den Eidgenossen Clopath Beat hingegen gewann er bedingungslos. Alpiger stand mit herausfordernden Gegnern im Ring. Er bewältigte diese Aufgabe mit Bravour! Vier gewonnene und zwei gestellte Kämpfe bedeuteten das sehr verdiente Eichenlaub. Gisler Bruno musste sich von Bösch Daniel und Hochholdinger Roman bezwingen lassen, mit den darauffolgenden vier Siegen, mitunter gegen Burkhalter Stefan, reichte es zum Kranz. Stalder Remo vermochte den starken Giger Samuel zu gewinnen. Bösch war ihm doch zu überlegen. Stalder startete verheissungsvoll in den Tag, die Niederlage im letzten Gang gegen Roth Martin vermasselte ihm jedoch den Traum vom Kranz. 

Kocher ohne Chance

Kocher Remo wusste sich mit bestem Willen in keiner Weise durchzusetzen. Räbmatter Patrick stellte früh am Morgen mit Burkhalter Stefan, zwei darauffolgende Siege bestätigten seine gute Form. Dem bärenstarken Forrer Arnold vermochte er jedoch nicht Stand zu halten. Räbmatter verpasste den Kranz wiederum knapp. Studinger Stephan reichte es mit zwei verlorenen und einem gestellten Gang nicht zum Kranz. Auch Blatter Lorenz ging leer aus. Schmid David fiel sehr positiv auf, seine Konstanz macht ihn zum zuverlässigen Schwinger, seine offensive Art fordert seine Gegner und verschafft Respekt. Der Kranz blieb leider nur ein Wunsch. Fazit: Alpiger Nick und Gisler Bruno bringen den Kranz in die Nordwestschweiz – Hauptprobe vor Estavayer gelungen!