Fussball
So begann der schnelle Aufstieg des 17-jährigen Aarauers Teichmann

Gleich bei seiner ersten Partie für den neuen Arbeitgeber FC Aarau stand Christopher Teichmann in der Startformation. Ihm gelang gegen den Meister aus Basel ein ansprechendes Debüt. Auch Trainer Weiler war zufrieden mit seiner Leistung.

Roman von Arx
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Christopher Teichmann (links) durfte gegen Ende der Vorrunde wieder in der Super League mittun und dabei mit Stars wie Basels Mohamed Salah auf dem Rasen stehen.

Christopher Teichmann (links) durfte gegen Ende der Vorrunde wieder in der Super League mittun und dabei mit Stars wie Basels Mohamed Salah auf dem Rasen stehen.

EQ Images

12. Juni 2013: Auf dem Fussballplatz Bulle findet das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die 1. Liga Promotion statt. Terre Sainte heisst der Gegner des FC Baden. Trainer Sven Christ muss aufgrund eines Rückstands reagieren und bringt nach dem Pausentee den 17-jährigen Mittelfeldspieler Christopher Teichmann ins Spiel. Damals war dies nur eine Randnotiz wert, denn der FC Baden verlor die Partie 2:4. Damit wurde der angestrebte Aufstieg verpasst. Für den talentierten Teichmann gab es danach trotzdem einen unerwartet plötzlichen Karrieresprung.

«Am Freitag nach dem besagten Aufstiegsspiel bekam ich eine SMS vom FC Aarau. Sascha Stauch, Technischer Leiter der Junioren, teilte mir mit, dass ich eine Woche mit der 1. Mannschaft des FC Aarau trainieren dürfe», erklärt Teichmann den Anfang dieses kleinen Fussballmärchens. Die Dinge nahmen ihren Lauf. Teichmann überzeugte den Trainer in dieser Probewoche von seinen Qualitäten. Er wurde mit ins Trainingslager genommen und bald darauf als neuer Spieler in den Kader des FC Aarau eingebaut.

Mit überzeugenden Auftritten und vielen Toren in den Vorbereitungspartien wurde Teichmann plötzlich auch ein Kandidat für die Startformation. «Der Trainer hat mir schon unter der Woche gesagt, bei einem allfälligen Einsatz soll ich mutig auftreten und keine Angst zeigen.» An der Teambesprechung am Spieltag wird es dann konkret. Christopher Teichmann wird die Partie gegen den amtierenden Schweizer Meister FC Basel von Anfang bestreiten.

«Ich verspürte den ganzen Tag eine gewisse Grundnervosität. Nach dem positiven Entscheid vom Trainer ist diese allerdings noch weiter angestiegen», schildert der Debütant seine Gefühlslage vor dem Spiel. «Nachdem allerdings der Schiedsrichter die Partie angepfiffen hatte, war die Nervosität wie weggeblasen.» Der Start in die Partie gelingt dem FC Aarau nicht schlecht. Auch Christopher Teichmann zeigt gute Ansätze, hat aber Mühe, sich gegen die Champions-League-erprobte Basler Hintermannschaft durchzusetzen. «Es war schwierig ins Spiel zu kommen. Ich bekam sehr wenig Bälle, da wir allgemein das runde Leder nicht oft in unseren Reihen behaupten konnten.»

Trainer René Weiler äusserte sich folgendermassen zur Leistung seines jungen Schützlings: «Ich bin zufrieden mit seinem Auftritt am Samstag.» Für ein Debüt gegen den Schweizer Branchenprimus war die Leistung nicht schlecht, aber es gibt doch noch Verbesserungsmöglichkeiten. Teichmann sieht dies ähnlich: «Ich muss noch entschlossener in die Zweikämpfe gehen und auch mal den Abschluss suchen. Mit der Erfahrung und gegen weniger stärkere Gegner kann ich mein Potenzial sicher noch mehr ausschöpfen.»

Dies wird auch nötig sein, damit der kleine FC Aarau in der Super League bestehen kann. Teichmann glaubt aber fest an sein Team. «Ich bin überzeugt, dass wir den Ligaerhalt schaffen. Wir haben eine gefestigte Equipe und einen guten Teamgeist», begründet der Neuprofi die Stärken des FC Aarau. Sein persönliches Highlight erlebte Teichmann mit dem Super League Debüt schon am ersten Spieltag.