Billard
Snooker-Finalturnier in der Hochburg Unterentfelden

Gleich fünf Aargauer bestreiten am Wochenende die Schweizer Meisterschaften im Snooker in Unterentfelden. Sie kämpfen um das Erbe des Rheinfelder Ausnahmetalents Alexander Ursenbacher, der inzwischen Profi geworden ist.

Fabian Sanginés
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Der Freiämter Pascal Camenzind gehört zu den Turnierfavoriten.

Der Freiämter Pascal Camenzind gehört zu den Turnierfavoriten.

Letztes Jahr war es doch eine klare Sache. Der Rheinfelder Alexander Ursenbacher verteidigte seinen Titel ohne grosse Mühe. In der aktuellen Ausgabe der Schweizer Meisterschaften dürfte die Angelegenheit ausgeglichener werden, zumal das 17-jährige Ausnahmetalent Ursenbacher inzwischen Profi geworden ist und deshalb nicht mehr mittun darf.

Mit Martin Hasler, Marcel Müller, Stefan Schneider, Raoul Niederreuther und Pascal Camenzind dürfen sich gleich fünf Aargauer Hoffnungen auf den Meistercoup machen. Besonders Camenzind zählt zum engeren Favoritenkreis, wie Pascal Nydegger, TK-Chef bei Swiss Snooker, bestätigt. «Camenzind hat die meisten Turniere, an denen er mitgespielt hat, gewonnen. Leider konnte er nicht immer dabei sein», so Nydegger.

Auf den Freiämter wartet im Achtelfinal mit Murat Ayas, der aktuellen Schweizer Nummer zwei, gleich ein echter Brocken. Nydegger sieht im «vorgezogenen Halbfinal» keinen Favoriten: «Die Chancen stehen fifty-fifty. Ansonsten ist für mich der Luzerner Tom Zimmermann der absolute Favorit.»

Das Niveau in der Schweiz steigt jährlich

Die grosse Aargauer Fraktion – kein anderer Kanton stellt so viele Finalisten – hat aber noch weitere Asse im Ärmel. So zählt Nydegger unter anderem auch Marcel Müller zu den Geheimfavoriten. «Müller hat vergangenes Wochenende nach langer Zeit wieder ein Turnier für sich entscheiden können. Das war sicherlich überraschend, Müller hat gezeigt, dass auch mit ihm zu rechnen ist», sagt Nydegger. Dass ausgerechnet das Rüebliland die höchste Anzahl an Snooker-Spielern im Finalturnier stellen wird, ist für den Verbandsoffiziellen kein Zufall: «Im Aargau gibt es mit Bremgarten und Unterentfelden zwei grosse Zentren.

Trotz der Absenz Ursenbachers erwartet Nydegger hochstehende und spannende Spiele, denn das Niveau steige auch in der Schweiz Jahr für Jahr. Deshalb hofft Nydegger, dass zahlreiche Zuschauer den besten Spielern der Schweiz einen würdigen Rahmen gewähren. Gespielt wird im Billardcenter «Billard - 88», am Samstag ab 10 Uhr, am Sonntag ab 12 Uhr. Die Finals finden um 16 Uhr statt.