Volleyball
Smash 05 im Cup chancenlos, aber dafür freudenvoll

Die NLA-Volleyballer aus Laufenburg-Kaisten verlieren im Achtelfinal des Schweizer Cups gegen das übermächtige Lugano zwar das Spiel mit 0:3, nicht aber die Freude.

Johannes von Mandach
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CH-Cup Laufenburg - Lugano
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Jörg Ebner beobachtet den Angriff von Marco Geiger gegen den Block von Näfels' Nikola Rosic mit Fernando Garnica und Jukka Lehtonen
Aleksandar Petkov beim Zuspiel auf Jörg Ebner
Nur ganz selten kommen die Laufenburger so frei zum Angriff wie hier Kilian Kasper gegen den Libero von Näfels Nikola Rosic
Rizo Gonzalez Alejandro im Angriff gegen den Laufenburger Block mit Steve Leiser und Aleksandar Petkov
Andy Sutter in der Abnahme mit Marco Back und Marco Geiger

CH-Cup Laufenburg - Lugano

Adrian Knecht

Trotz Niederlage und dem gleichbedeutenden Ausscheiden aus dem Cup-Wettbewerb war nach Spielende beim Heimteam niemand wirklich enttäuscht. Die Unterschiede im spielerischen Bereich zwischen den Fricktalern und dem Champions-League-Teilnehmer aus dem Tessin waren zu gross.

Zwar starteten die Hausherren verheissungsvoll in die Partie, eine Chance auf einen Satzgewinn, welche der Platz-Speaker bereits als mögliche «Sensation» betitelte, blieb ihnen allerdings verwehrt. Die 0:3-Niederlage war die logische Konsequenz und erstaunte kaum einer der 150 Zuschauer in der Sporthalle Blauen in Laufenburg.

Spass am Spiel

Positives durfte der Niederlage aber trotzdem abgewonnen werden: «Wir hatten einfach nur Spass am Spiel und versuchten das Beste herauszuholen», sagte Topskorer und Teamstütze Michael Moor. Spass am Spiel hatten die Fricktaler in der bisherigen Spielzeit eher selten. Mit nur drei Punkten aus acht Spielen liegt man in der Meisterschaft als Zweitletzter im Tabellenkeller der NLA.

Dies ist angesichts der Tatsache, dass viele Leistungsträger den Verein im Sommer verliessen und die Mannschaft vor allem mit jungen Spielern ergänzt wurde, nicht verwunderlich. Zudem fallen im ohnehin dünnen Kader immer wieder Spieler verletzungsbedingt aus. In letzter Zeit scheint das Team aber mehr und mehr die Harmonie zu finden. Anders gesagt: «Es sind Prozesse im Gang», um dieselben Worte wie Moor zu verwenden.

Meisterschaftsziel: Ligaerhalt

Ein wichtiges Puzzleteil der erzielten Fortschritte ist sicherlich die erfolgreiche Integration der neuen Spieler. Stellvertretend dafür steht das Jungtalent Marco Back: «Ich fühle mich sehr gut aufgenommen und spüre das Vertrauen.» Vor zwei Wochen zeigte sich diese Entwicklung erstmals in der Resultatstafel. Dank dem Sieg gegen das tabellenletzte Einsiedeln durfte endlich gejubelt werden.

Für Back aber noch lange kein Grund die Bodenhaftung zu verlieren: «Unser Ziel ist der Ligaerhalt». Gleicher Meinung ist sein Teamkollege Moor und beide sind guten Mutes dies zu erreichen.

Dies dürfen sie, wenn sie weiterhin mit gleichem Engagement und solch einer ansteckenden Spielfreude agieren, auch sein. Vor allem wenn man bedenkt, dass zukünftig noch andere Gegner als das verlustpunktlose Lugano auf die Fricktaler warten.

Niederlage auch in der Meisterschaft

Auch in der Meisterschaft konnten Laufenburg-Kaisten am Wochenende keinen Erfolg feiern. Der Gegner in der NLA hiess Näfels und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Die Glarner überzeugten mit einem schnellen Spiel und stellten so den Block der Fricktaler vor grosse Probleme. Wie gegen Lugano schaffte es Smash 05 aber auch, sich im Verlauf des Spiels zu steigern und den Favoriten zu reizen. Die individuelle Klasse von Näfels setzte sich aber schlussendlich durch und sorgte dafür, dass die Fricktaler auch in dieser Partie ohne Satzgewinn blieben.

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