Volleyball
Smash 05: 3:0 Sieg zum Saisonauftakt in Olten

Das NLB-Team von Volley Smash 05 Laufenburg-Kaisten schlägt im ersten Saisonspiel den SV Olten mit 0:3. Die Fricktaler machten einen überzeugenden Eindruck, Steigerungspotenzial bleibt dennoch.

Melanie Kägi
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Smash konnte in Olten über einen 3:0-Sieg jubeln.

Smash konnte in Olten über einen 3:0-Sieg jubeln.

Melanie Kägi

Die Szene, die wohl allen Fans und Spielern von Laufenburg-Kaisten nach dem Spiel in Erinnerung geblieben ist, war eine Szene um Captain Stjepan Grgic. Grgic ist Mittelblocker, 202 Zentimeter gross. Und was allgemein bekannt ist im Volleyball: Mittelblocker sind halt keine Abwehrspezialisten. So kam es in der Mitte des dritten Satzes zur eben genannten Szene. Captain Grgic machte eine Verteidigung - zeigte seine Freude gegenüber den Auswechselspielern, aber der Ballwechsel ging weiter. Auch den nächsten Ball wehrte er ab. Beim dritten reichte es dann nicht mehr. Einem Spieler spickte der Ball weg, Grgic hätte ihn wohl mit dem Fuss noch erreichen können, knapp verpasste er aber den Ball.

Und genau diese Szene gab viel zu bereden nach dem Spiel. Das Spiel selbst wurde eher zur Nebensache. Denn es war ein typisches Spiel für einen Saisonauftakt. Beide Teams tasteten sich erstmals ab. Schauten, wie sie ihr eigens Spiel während einer Matchsituation abrufen können.

Laufenburg-Kaisten mit Favoritenrolle

Laufenburg-Kaisten war Favorit in diesem Spiel. Olten konnte aber in den ersten zwei Sätzen gut mithalten. «Der Gegner war viel stärker als ich ihn erwartet hatte. Sie haben gut verteidigt und immer wieder Bälle zurück gebracht», so Lucian Jachowicz. Bis zum 20:20 war das Spiel ausgeglichen, erst dann konnte Laufenburg-Kaisten seine Routine zeigen. Die letzten Punkte wurden konsequent erspielt, so dass die ersten zwei Durchgänge mit 22:25 an die Fricktaler gingen.

Erst in Satz drei wurden die Fricktaler dann aber ihrer Favoritenrolle gerecht. Nun wurden die Services stärker, was Olten mehr unter Druck setzte. Zuspieler Lucian Jachowicz konnte so alle seine Angreifer besser einsetzten. Aber: «Wir haben Pflicht erfüllt, mehr nicht», resümierte Coach Mike Fehlmann. Es stimmt noch nicht alles beim Laufenburger NLB-Team, doch beim Saisonstart muss das Spiel noch nicht perfekt sein. «Unsere Vorbereitung war holprig. Wir hatten sehr viele Absenzen, trotzdem sind wir als Team so gefestigt wie nie. Jeder ist für den anderen da. Das gibt Grund zur Hoffnung», erklärt Jachowicz. Und weiter: «Zufrieden bin ich mit den drei Punkten und dass wir als Mannschaft immer zusammen gestanden sind.»

Rückkehrer Bürge überzeugte

Für Kaspar Bürge war es die zweite Rückkehr zu seinem Stammverein. Sein erklärtes Ziel war, wieder Freude am Volleyball zu finden. Und dies tat er: Bürge spielte befreit auf, konnte im Angriff punkten, stabilisierte die Abwehr. «Ich bin zufrieden mit dem Spiel, es gibt natürlich immer ein paar Sachen, die man besser machen kann. Aber auf der Leistung von heute lässt sich aufbauen», so Bürge. Und auch die Freude sei wieder da. «Die Mannschaft ist toll und sportlich stimmt es auch.»