Nichts war zu sehen vom selbstbewussten Auftreten des FCW beim ersten Spiel der Frühjahrsrunde auswärts beim Leader FC Stade-Lausanne-Ouchy vor Wochenfrist. Auf dem holprigen Rasen im Stadion Niedermatten hatten die Freiämter grösste Mühe ein erfolgreiches Offensivspiel aufzuziehen.

Anders die Gäste aus Zürich, die den Gegner früh in der eigenen Hälfte attackierten und so das Aufbauspiel der Freiämter massiv beeinflussten. Immer wieder leistet sich die Elf von Piu Nascimento leichte, hektische Ballverluste.

Die überlegene Spielweise der Zürcher gipfelte in der elften Spielminute im Führungstreffer für den Fusionsverein. Guy Roger Eschmann liess FCW-Goalie Olivier Joos keine Chance. Zu diesem Zeitpunkt eine verdiente Führung!

Im weiteren Verlauf der Partie versuchte die Heimelf über den Kampf ins Spiel zurückzufinden. Das Niveau des Spiels verflachte immer mehr, geschuldet natürlich auch den katastrophalen Platzverhältnissen im Wohler Heimgrund.

Nach 33 gespielten Minuten kam Wohlen erstmals gefährlicher vor das Gehäuse der Gäste. Dölf Bieri konnte sich im Strafraum aus dem Gewühl heraus gegen seinen Gegenspieler durchsetzen und sehenswert per Volleyabnahme zum 1:1-Ausgleich einnetzen.

Im Nachgang verdienten sich die Hausherren den Ausgleich durch grosse Einsatzbereitschaft. Der Wille war bei der Nascimento-Elf stets zu erkennen. Einzig, die Mannschaft wirkte wie gehemmt. Geschuldet der grossen Bedeutung des Spiels?

Es wird immer mehr offensichtlich, dass Wohlen ein mentales Problem mit sich herumschleppt. Denn, wie so häufig in dieser Saison, konnte man zumindest die zweite Hälfte lange ausgeglichen gestalten und sich sogar ein kleines Chancenplus erarbeiten. Dennoch, in der 77. Minute nutzte Juventus die Schwächen in der Wohler Hintermannschaft eiskalt aus und kam durch Elvedin Causi zum letztlichen K.O.-Schlag.

Auch die Einwechslung des langzeitverletzten, Routiniers und Hoffnungsträgers Alain Schultz vermochte keine Änderung am Resultat mehr zu bewirken.

Für Wohlen stehen nun entscheidende Wochen an. Man hat die Partie gegen den direkten Konkurrenten verloren. Nun müssen Punkte geholt werden gegen Teams, die stärker einzuschätzen sind, als die Zürcher. Beispielsweise kommendes Wochenende gegen den SC Brühl St. Gallen.