Turnen
Sins-Oberrüti verpasst Titelverteidigung

An den Jugend-Schweizer-Meisterschaften im Vereinsturnen platzierten sich die Zürcherinnen vor den Aargauer Teilnehmerinnen. Die Aargauerinnen, die als Titelverteidigerinnen antraten, waren mit hohen Erwartungen nach Kreuzlingen gereist.

Helene Riedwyl
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Der amtierende Kantonalmeister Lengnau in Aktion.

Der amtierende Kantonalmeister Lengnau in Aktion.

Riedwyl

Vier Titel galt es zu verteidigen oder besser gesagt wieder zu erkämpfen, denn die Konkurrenz aus der ganzen Schweiz war mit dem gleichen Vorhaben «sur place». Die technisch hoch stehenden Darbietungen begeisterten neben den Wertungsrichtern auch Zuschauer und Fans.

Perfekt geturnt und überglücklich umarmten sich die älteren Turnerinnen der Geräteriege Sins-Oberrüti nach ihrer Vorführung am Schulstufenbarren. Sie siegten letztes Jahr unumstritten und standen arg unter Druck, denn die Geräteriege Neftenbach hatte bereits zum Wettkampfbeginn eine Note von 9,55 Punkten vorgelegt. Die Wertungsrichter arbeiteten schnell und bald konnte der Speaker die Note verkünden. Mit 9,50 lagen sie hauchdünn hinter den Zürcherinnen und waren bitter enttäuscht. Auch Lengnau als amtierender Kantonalmeister erreichte mit 9,15 nicht den gewünschten Rang. Einzig Vordemwald war mit dem dritten Platz sehr zufrieden.

Ernüchterung auch bei Jüngeren

Auch in der Kategorie der Jüngeren zeigte sich ein ähnliches Bild – nach ebenfalls einwandfrei gelungenen Vorführungen, die klare Ernüchterung. Sins-Oberrüti wurde mit einem Zehntel Rückstand Zweiter und Lengnau nur Vierter. Rahel Schneider, die Leiterin der Lengnauer, konnte sich die schwache Note (9,08) nicht erklären: «Die Kinder turnten fehlerfrei und zeigten keine Schwachpunkte. Auch am künstlerischen Ausdruck kann es nicht gelegen haben!»

Bei den Gymnastinnen aus Oberrüti stimmte hingegen alles. Zuversichtlich marschierten sie auf den Platz und turnten mit viel Anmut, Ausdruck und Synchronität. Kein Fehler war auszumachen und die Wertungsrichter honorierten ihre Leistung klar mit 9,53 Punkten, welches zugleich den ersten Rang bedeutete. Wie bei manchen anderen Riegen waren bei ihnen vie-
le jüngere Gesichter auszumachen. Dem steten Wandel sind alle Vereine unterworfen. Die Altersgrenze bei den älteren liegt bei sechzehn Jahren. Darum ist eine Verteidigung des Titels schwierig.

Hans Bachmann war mit der Leistung seiner Turnerinnen in der Disziplin Kleinfeldgymnastik nicht ganz zufrieden, doch auch ihnen gelang der Sprung aufs Podest mit dem dritten Rang.

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