Handball

Siggenthal/Vom Stein besiegt zu Hause den NLA-Absteiger Basel

Manuel Lässer lässt Basels Abwehrturm Martinez stehen. Foto: Markus Binda

Manuel Lässer lässt Basels Abwehrturm Martinez stehen. Foto: Markus Binda

Nach der knappen Niederlage vor einer Woche gegen Leader Suhr Aarau hat es nun für Siggenthal/vom Stein Baden mit einem Sieg gegen ein Topteam geklappt. Mit 27:22 schickten sie die Basler wieder nach Hause.

Nach der äusserst knappen Niederlage vor Wochenfrist, gegen den HSC Suhr Aarau, war in den Köpfen der HSG-Spieler die Erkenntnis erwachsen, dass man sich vor den Topteams der Liga nicht zu verstecken braucht. Zu den Topteams der Liga gehörtzweifellos auch der RTV Basel. Als Absteiger aus der NLA ist nicht weniger als der Wiederaufstieg das Ziel.

Basler Kader mit Nati-Spielern

Gemessen am Kader mit Marco Vukolic als aktuellem und Pascal Stauber als ehemaligem Nati-Spieler, sind diese Ambitionen aus RTV Sicht nur logisch. Vor Wochenfrist musste der RTV allerdings eine herbe Enttäuschung erleben, verlor man doch gegen das Schlusslicht BSV Stans. Insofern war gegen die HSG Siggenthal/Vom Stein Baden Wiedergutmachung angesagt.

Heimtrainer gesperrt

Aufseiten der HSG galt es noch eine Hypothek zu verkraften. Die rote Karte gegen Trainer und Coach Pepe Szilagyi im Spiel gegen den HSC Suhr Aarau zog zwei Spielsperren nach sich, sodass das Coaching in den Händen des Duos Arak Kin/Peter Hayoz lag und Pepe Szilagyi das Geschehen von der Tribüne aus beobachten konnte , inmitten der «Roten Wand». Soviel sei vorweg genommen; sie machten ihre Sache hervorragend und trugen das ihre zum mannschaftlich geschlossenen Auftritt bei.

Erste Hälfte ausgeglichen

Die HSG Siggenthal/Vom Stein Baden war also gewarnt und entsprechend konzentriert gingen unsere Jungs ans Werk. In der ersten Hälfte gelang es keiner Mannschaft sich entscheidende Vorteile zu erspielen und so stand das Skore nicht weniger als sieben Mal unentschieden. Der RTV besass kaum die spielerische Substanz, die kompakte Abwehr der HSG in ernsthafte Bedrängnis zu bringen.

Stamenov trickreich

Einzig Igor Stamenov vom RTV narrte seinen Gegenspieler trickreich und buchte gekonnt drei Mal vom rechten Flügel. Ansonsten waren die Torhüter Boccarelli (HSG) und Stauber (RTV) für die wesentlichen Akzente im ersten Durchgang verantwortlich. Mit einem psychologischen Vorteil von 12:10 für die HSG Siggenthal/Vom Stein Baden ging es in die Pause.

Moser und Egloff stark aus der Pause

Die HSG konnte gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit durch Marius Moser und Stefan Egloff zwei weitere Treffer vorlegen und lag nach 35 Minuten mit 14:10 in Front. Nun war RTV in Zugzwang und versuchte vorerst durch ein Team-Timeout den Angriffsschwung der HSG zu brechen. Allerdings ohne Erfolg, erhöhten doch Pascal Moser, Merz, Hayoz mittels 7m und Egloff mit perfidem Aufsetzer zum vorentscheidenden 18:11 in der 41. Minute.

RTV in der Folge unkonzentriert

Der RTV konnte nicht entscheidend reagieren und liess nun auch etwas die Konzentration vermissen. Nicht anders ist es zu erklären, dass sich der RTV durch einen Wechselfehler seine Chancen noch zusätzlich schmälerte. Bei der HSG Siggenthal/Vom Stein Baden kamen nun noch Mathys und Stojakovic zum Einsatz. Dabei nützte Mathys seine Chance und erzielte in gewohnter Gegenstoss-Manier, lanciert durch einen weiten Abwurf durch den starken Boccarelli im Tor, zwei weitere Treffer. Stilsicher und mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung konnte ein wichtiger Sieg, gegen einen höher dotierten Gegner mit dem Endresultat von 27:22 eingefahren werden.

Derby gegen Städtli

Am nächsten Samstag ist wieder Derby-Time angesagt. Mit Städtli kommt ein wohlbekannter Kontrahent aus dem benachbarten Baden in die Sporthalle Obersiggenthal. In der NLB ist das eine Premiere mit Städtli, allerdings kennt man sich aus früheren Begegnungen bestens. Apropos frühere Zeiten: Städtli ist drauf und dran an glorreiche Zeiten in den 60iger Jahren anzuknüpfen, wo der STV Baden sogar mal A-Klassig war.

Mit ebenfalls 6 Punkten aus 6 Spielen ist Städtli in der Tabelle gleichauf mit der HSG Siggenhal/Vom Stein Baden. Es darf also ein Spiel auf Messers Schneide und mit vielen Emotionen erwartet werden. Ein Sieger ist dabei bereits jetzt schon bekannt: Die Handballfans aus der Region; sie werden bestimmt auf ihre Rechnung kommen. Anpfiff ist um 17.30 Uhr in der Sporthalle Obersiggenthal.

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