Handball
Siggenthal/vom Stein schafft gegen Möhlin sensationelle Wende

Bis zur 51. Minute lag der TV Möhlin im NLB-Derby permanent in Führung. Dann gelang den Siggenthalern der Ausgleich und danach überfuhren sie die Fricktaler in den letzten neun Minuten der Partie förmlich.

Alexander Wagner
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Aargauer Handball-Derby Siggenthal/vom Stein - Möhlin
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Markus Hock (rechts, Moehlin) bleibt in der Abwehrmauer der Siggenthaler haengen.
Tobias Stalder (links, Mohelin) gegen Marius Moser.
Mit den beiden Ex-Endingern Dani Beck (links) und Goalie Claudio Boccarelli jubeln zwei der Baumeister des Erfolgs der Siggenthaler.
Marius Moser trifft vom Siebenmeterpunkt aus.
Dani Beck (rechts, Siggenthal) enteilt Premtim Zeqaj.
Dani Beck (links, Siggenthal) gegen Möhlin-Topskorer Markus Hock.
Daniel Merz (rechts, Siggenthal) gegen Peter Kern.
David Anderes (Mitte, SCS) gegen Peter Kern (rechs, Moehlin). © Alexander Wagner
David Anderes (links, Siggenthal) düpiert Maurice Meier.

Aargauer Handball-Derby Siggenthal/vom Stein - Möhlin

Alexander Wagner

Bis zur Pause hatte sich Möhlin einen Vorsprung von vier Treffern erarbeitet. Nach der Pause ging es vorerst im gleichen Stil weiter. Die Fricktaler sahen bereits wie der sichere Sieger des Derbys aus. Nach 40 Minuten lag das Team um den deutschen Shooter Markus Hock mit 17:13 in Führung. Doch die Gastgeber gaben nie auf und in der 51. Minute gelang Marius Moser der Ausgleich.

Siggenthal wie entfesselt

Das war sowohl für die Mannschaft als auch für die Fans das Startzeichen für neun entfesselte Minuten. David Andres brachte die Siggenthaler mit 20:19 in Führung und danach brachen alle Dämme: Beck, Moser, zwei Mal Bürli, wieder Beck und zum Abschluss nochmals Moser drehten die Partie zum letztlich deutlichen Sieg für die Gastgeber. «Entscheidend war unsere Physis», war Siggenthals Trainer Peter Szilagyi überzeugt. Und neben den schnellen Beinen entschied wohl auch der Kopf: «Siggenthal wollte den Sieg mehr», meinte Möhlins Trainer Wolfgang Böhme sichtlich enttäuscht.

Für Markus Hock, mit sechs Treffern erneut der beste Werfer seines Teams, waren nicht nur die letzten Minuten entscheidend: «Es lief schon vorher einiges schief», meinte der zweifache Torschützenkönig der 2. deutschen Bundesliga. «Wir haben vorne keinen Druck mehr erzeugt und uns hinten einfach ausspielen lassen. Einige hatten einen Gang runtergeschaltet und danach konnten wir nicht mehr hochfahren», war Hock überzeugt.

Zug nach oben abgefahren

Entscheidend war aber, dass Siggenthal diesen Sieg unbedingt wollte und der ehemalige Nationalkeeper Claudio Boccarelli in den letzten Minuten sein Tor richtiggehend zunagelte. Damit dürfte für Möhlin auch die letzte Hoffnung mit Blick auf einen allfälligen zweiten Rang in der Schlussrangliste entschwunden sein, «Da gehören wir auch nicht hin», stellte Trainer Böhme ganz klar. Für Siggenthal rückt der Ligaerhalt in greifbare Nähe.

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