Wie unterschiedlich doch ein Remis bewertet werden kann: Der STV Baden erreichte zu Hause gegen Steffisburg «nur» ein 17:17 und war damit nicht zufrieden. Der TV Möhlin hingegen ergatterte sich auswärts in Birsfelden mit dem 29:29 einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg. Doch damit nicht genug: Mit Zofingen spielte gleich ein drittes Team aus dem Aargau unentschieden: Die Thutstädter teilten sich nach dem späten Ausgleich zum 23:23 mit den Genfern aus Chênois die Punkte.

Einziger Sieger dieser Runde war die HSG Siggenthal/Vom Stein Baden. Und was für ein Sieger: Die Siggenthaler setzten sich erstmals gegen den TV Endingen durch. Das Team von Trainer Peter Szilagyi gewann mit 20:18 gegen die Surbtaler. Die Torhüter Claudio Boccarelli (Siggenthal) und Dario Ferrante (Endingen) zeigten eine starke Partie. In einer harten Partie setzte sich am Ende erstmals die HSG durch, auch weil der rechte Flügel Bojan Stojakovic sechs Treffer erzielte und sich keinen einzigen Fehlschuss erlaubte. Weil sich der RTV Basel in Winterthur gegen Yellow knapp durchsetzte, liegen die beiden Teams jetzt punktgleich an der Tabellenspitze. Siggenthal hat den Anschluss an die Tabellenspitze wieder geschafft.

Baden konnte sich nicht wie erhofft durchsetzen. Dabei begann die Partie gut und Steffisburg erzielte erst nach 13 Minuten den zweiten Treffer. Doch am Ende gab die junge Mannschaft von Trainer Björn Navarin den möglichen Sieg leichtfertig aus der Hand. Sie hätten den letzten Angriff ruhig runterspielen können, doch ein verfrühter Abschluss ermöglichte den Gästen den Ausgleich Sekunden vor der Sirene.

Drei Minuten vor dem Ende lag der TV Möhlin noch mit zwei Treffern im Rückstand. Doch das Team von Spielertrainer Marcus Hock kämpfte sich grossartig zurück und erzwang kurz vor dem Schlusspfiff noch den verdienten Ausgleich. Der grosse Befreiungsschlag war es nicht gerade für die Fricktaler, liegen doch immer noch vier Teams mit nur einem Zähler Abstand am Tabellenende. Aber die drei anstehenden Heimspiele geben Anlass zur Hoffnung.

Der TV Zofingen hatte die Partie eigentlich bereits verloren, die Sirene erklang. Doch die Schiedsrichter stellten die Uhr nochmals drei Sekunden zurück. Und diese nutzte das Team von Trainer Fabio Madia, um noch das Optimum herauszuholen: Der zweite Pass nach dem Freistoss erreichte den ehemaligen Nationalspieler Christoph Hert in der Luft und dieser erzielte doch noch den Ausgleich. Damit haben die Zofinger vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge.