NLB-Handball

Sieg gegen den STV Baden: Der TV Endingen bleibt im Geschäft

Der TV Endingen setzt sich in der Aue in Baden gegen die Stadtturner mit 22:29 (9:13) sicher durch und hat die Barrage-Spiele auf sicher. Der direkte Aufstieg in die NLA ist für die Surbtaler aber immer noch möglich.

Was für ein Traumstart für Endingen: Nach fünf Minuten lagen die Surbtaler mit 5:0 in Führung. Oder aus der Sicht der Badener: Was für ein Horrorstart ins letzte Derby der Saison. «Dabei haben wir diese Situationen vor der Partie klar angesprochen», ärgerte sich Badens Spielertrainer Björn Navarin nach dem letzten Heimspiel. Er musste erneut in die Hosen, weil die Stadtturner zu viele verletzte Spieler haben.

Auch Endingens Trainer Michael Spuler lief sich, zur Verwunderung aller, warm. Das war jedoch nicht um den Gegner zu verwirren, sondern als Sicherheitsmassnahme: Der serbische Shooter Nemanja Sudzum konnte aufgrund einer Verletzung nicht eingesetzt werden. Und wenn sich Lukas Schubnell verletzt hätte, wären die Endinger ohne Linkshänder da gestanden, was die ganzen Abläufe enorm durcheinander gebracht hätte. «Dann habe ich gesagt, da setze ich mich halt auf die Bank», meinte Spuler lachend. Aber Schubnell blieb gesund, spielte stark und erzielte zwei Treffer. So kam es nicht zum Comeback von Spuler, der auf den Tag genau vor 20 Jahren als Spieler mit dem TV Endingen erstmals in die Nationalliga A aufstieg.

Baden kam zurück

Zwar sah es zuerst nach einer klaren Angelegenheit aus, doch Baden kam zurück: Nach zwölf Minuten gelang Navarin der erste Treffer aus dem Spiel heraus zum 2:6 – nach 20 Minuten war Städtli 1 wieder bis auf drei Treffern dran. Diese Pace konnten sie fast durchziehen und beim Seitenwechsel lagen die Gastgeber mit vier Treffern im Rückstand.

Doch im zweiten Umgang zogen die Endinger immer mehr davon. Angeführt von Captain Christian Riechsteiner, mit neun Treffern klar der beste Werfer auf dem Platz und Armin Sarac, dem Sohn des langjährigen Trainers Samir Sarac, konnten die Endinger am Ende einen ungefährdeten Derbysieg landen.

Endingen in der Finalissimia

Während es für den STV Baden jetzt nur noch darum geht, die Saison gut abschliessen, geht es für die Endinger um alles. Am nächsten Samstag treffen sie in der neuen GoEasy Arena auf den ewigen Kantonsrivalen vom HSC Suhr Aarau. Die Surbtaler hoffen, dass Sudzum dann wieder mitspielen kann und sich Spuler wieder auf seine Aufgaben als Trainer konzentrieren darf. «Das war eine reine Vorsichtsmassnahme», beschwichtigt er.

Sicher ist nur eines: Ein Team aus dem Aargau wir direkt in die Nationalliga A zurückkehren. Und die andere Mannschaft muss den beschwerlichen Weg über die Barrage antreten: Endingen kann ein Lied davon singen, die letzten beiden Jahre scheiterten die Surbtaler deutlich an Stäfa. Dieses Jahr wartet mit Fortitudo Gossau ein nicht minder unangenehmer Gegner. Es ist alles angerichtet für die Finalissima nächsten Samstag in der GoEasy Arena.

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