Showdown in der 2. Liga
Mutschellen ist Meister +++ Rothrist und Othmarsingen steigen in die 3. Liga ab

Drama bis kurz vor Schluss: Weil der FC Mutschellen nicht trifft und Suhr souverän gewinnt, bleibt das Meisterrennen bis zur letzten Sekunde spannend. Ein 0:0 reicht Mutschellen aber am Ende, um sich den Titel in der 2. Liga AFV zu sichern. Gegner Othmarsingen steigt wie Rothrist ab.

Martin Probst
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Grosse Freude bei den Spielern des FC Mutschellen, die mit dem Pokal für den Meistertitel in der 2. Liga AFV feiern.
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Es war der Beginn einer vermutlich langen Partynacht.
Dem Team von Sergio Colacino (Mitte) reichte ein 0:0 gegen Othmarsingen für den Titel.
Trainer Sergio Colacino (links) mit Assistent Antonio Delle Chiaie (rechts).
Captain Manuel Brunner (links) nimmt von AFV-Präsident Luigi Ponte den Pokal in Empfang.

Grosse Freude bei den Spielern des FC Mutschellen, die mit dem Pokal für den Meistertitel in der 2. Liga AFV feiern.

Alexander Wagner / FOTO Wagner

Das war nichts für schwache Nerven: Weil der FC Suhr seine Aufgabe souverän erfüllt und in Kölliken 6:2 gewinnt, durfte der FC Mutschellen nicht verlieren, um den Meistertitel in der 2. Liga AFV nicht in letzter Sekunde zu verspielen.

Aber dem Leader gelang es einfach nicht, gegen den Abstiegskandidaten Othmarsingen in Führung zu gehen. So zitterte sich Mutschellen – in der Nachspielzeit nach einem Platzverweis von Nico Stadelmann sogar in Unterzahl agierend – zu einem 0:0. Trainer Sergio Colacino sagt:

«Es war Horror. Aber jetzt ist alles egal. Jetzt nehme ich jede Sekunde, die ich gelitten habe gerne in Kauf.»

Vier Jahre nach dem Aufstieg aus der 3. Liga geht die Reise für Mutschellen, das 2019 auch den Aargauer Cup gewann, weiter. Das Team spielt in der kommenden Saison in der 2. Liga inter.

Trainer Sergio Colacino (links) mit Assistent Antonio Delle Chiaie.

Trainer Sergio Colacino (links) mit Assistent Antonio Delle Chiaie.

Alexander Wagner / FOTO Wagner

«Bei uns halten im Verein alle zusammen, das überträgt sich auf die Elf, die auf dem Platz steht», erklärt Colacino den Erfolg.

Othmarsingen und Rothrist steigen ab

Gegner Othmarsingen muss hingegen den Gang in die 3. Liga in Kauf nehmen. Der Punktgewinn beim Leader reichte nicht, um den Abstieg zu verhindern. Begleitet wird Othmarsingen von Rothrist. Die vor der Saison hoch gehandelte Mannschaft schaffte es nicht, den Ligaerhalt ­sicherzustellen. Eine 2:3-Niederlage in Sarmenstorf besiegelte das Schicksal. Dabei wäre es mit einem Sieg richtig spannend geworden, weil dann sogar die Fairplaywertung zwischen Rothrist und Kölliken, das in Suhr unterging, hätte entscheiden müssen.

Kölliken-Trainer Pjeter Cubi sagt: «Ich bin richtig enttäuscht von meinem Team, dass wir den Ligaerhalt nicht selbst sichern konnten, ohne auf die Resultate anderer angewiesen zu sein.»

Sich aus eigener Kraft aller Abstiegssorgen zu entledigen, gelang dem FC Lenzburg, der 4:0 in Gränichen gewann und Gontenschwil, das bei Wohlen 2 zu einem 3:1 kam. Trainer Marc Zahnd sagt: «Bei uns hören ungefähr zwölf Spieler auf. Dass die alte Senioren-Garde noch so einen Abschluss hinbekommen hat, ist genial.»

Der letzte Spieltag dieser durch Corona verkürzten Saison brachte alles mit, was Regionalfussball ausmacht.