Laufsport
Severin Sager fehlen noch 15 Sekunden für Olympia

Auf den Mittelstrecken auf der Bahn ist er Zuhause. Nebenbei hat sich Severin Sager aus Seon auch an im Cross einen Namen gemacht. Für die Schweiz startete er an der EM in Budapest.

Annemarie Keusch
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Severin Sager läuft auf der Bahn und im Gelände schnell. Keusch

Severin Sager läuft auf der Bahn und im Gelände schnell. Keusch

Normalerweise stellt die Teilnahme an einer Europameisterschaft für einen Nachwuchssportler ein absolutes Highlight dar. Nicht so für den Leichtathleten Severin Sager. «Natürlich war ich glücklich, teilnehmen zu können, aber es hatte keine Priorität», erklärt er. Der 21-Jährige nimmt an Cross-Rennen teil, um sich auf Bahnrennen im Sommer vorzubereiten. Seine Paradedisziplinen sind die 1500- und die 5000-Meter-Rennen. Dass Cross bei ihm eher nebensächlich ist, erläutert er anhand seines Trainingsplanes.

«Normalerweise reduziere ich das Training vor wichtigen Wettkämpfen, um genug erholt zu sein», gibt er an. Zwar habe er im Vorfeld der Cross-EM weniger trainiert, aber für die Qualifikationsrennen vor vier, respektive zwei Wochen, habe er dies nicht getan. «Ich startete nicht an den nationalen Ausscheidungsrennen, um mich unbedingt für die EM zu qualifizieren. Aber natürlich hatte ich Freude, dass es geklappt hatte», blickt er zurück.

Nicht ganz das erhoffte Resultat

Weniger Freude als an der Teilnahme hatte Sager am Ausgang der Cross-EM. «Eine Medaille lag zwar nicht drin, aber ich wollte mich mindestens unter den ersten 30 klassieren», sagt er. Schliesslich hat es nur zu einem Platz im hinteren Mittelfeld gereicht. Woran es lag, weiss der Seoner noch nicht genau: «Im Training habe ich in den letzten zwei Monaten grosse Fortschritte gemacht.

Schade konnte ich es im Wettkampf nicht umsetzen.» Den Hauptgrund für die Steigerung sieht Sager vor allem darin, dass er seit längerem verletzungsfrei geblieben ist.

Fernziel Olympia

Den Fokus legt der gelernte Zimmermann, der aktuell zu 50 Prozent in einem Sportgeschäft arbeitet, bereits wieder auf die Sommersaison. In Kürze reist er mit vier Trainingskollegen ins einmonatige Trainingslager nach Kenia. Langfristig hat sich der Seetaler hohe Ziele gesteckt. «Ich würde gerne einmal an einer WM oder einer Olympiade teilnehmen», träumt er. Von der Olympialimite über 1500 Meter ist Sager aktuell noch 15 Sekunden entfernt.

«Vor allem meine Ausdauer muss sich noch steigern», weiss er. Um vor Wettkämpfen fokussierter zu sein, arbeitet Sager neuerdings mit einem Mentaltrainer zusammen. «Ich erhoffe mir, dass ich dank ihm Krisensituationen während eines Rennes besser überwinden kann», ist er zuversichtlich. Auf dem Weg zu Olympia startet Sager im März an der Cross-Schweizer Meisterschafte. «Dort will ich gewinnen», schliesst er ab.

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