Bereits das Halbfinal war der vorgezogene Final: Im ersten Satz setzten sich die topgesetzten Martina Hauser (Turgi) und Daniela Senn (Holziken) gegen Denja Frei und Andrea Müller noch mit 21:15 durch, doch in den beiden weiteren Sätzen bewiesen die späteren Turniersiegerinnen viel Moral. Nach einer hart umkämpften Partie qualifizierten sie sich am sechsten Spieltag der AEW Beach Trophy im Freibad Vitamare in Frick für das Finale.

Trotz einsetzendem Regen liessen sich Frei/Müller als gesetzte Nummer 2 nicht aus der Rolle bringen und besiegten Schönenberg (Staufen) und Steiner (Bellikon) zweimal mit 21:17. «Wir spielen bereits seit sechs Jahren zusammen Beachvolley und lernten uns damals in einem Lager kennen», so Müller. Das Siegerduo ist gegenwärtig in einer bewundernswerten Form: Nach den Turnieren in Seon, Menziken und Gerlafingen war dies in der laufenden Saison der vierte Turniersieg in Folge.

Frei, die aus Suhr kommt, hat sich zwei Tage nach ihrem 24. Geburtstag mit dem Turniersieg selbst ein verspätetes Geburtstagsgeschenk beschert.

Letztes Saisonspiel für das Siegerduo

An den zwei letzten Turnieren in der aktuellen Saison in Kaisten und Künten werden Frei und Müller aber nicht mehr gemeinsam aufspielen. «Am kommenden Samstag reise ich für ein sechsmonatiges Austauschsemester nach Argentinien», stellte Frei klar. Die Tagesform war in dieser ausgeglichenen Kategorie einmal mehr entscheidend, wobei wir viel Biss zeigten und uns gut auf den einsetzenden Regen und Wind einstellen konnten», war Frei überzeugt. «Als wohl dienstältestes Team kennen wir uns bestens und können so auch Stresssituationen optimal einschätzen», ergänzte die 23-jährige Müller aus Othmarsingen.

Ambitionen für die Zukunft

Neben 154 Punkten für die Setzliste gab es als Siegerpreis einen 80 Franken Gutschein von Coop. Die zwei Frauen wollen nach der erfolgreichen Saison aber mehr: «Ab dem kommenden Jahr wollen wir an der B-Schweizer Meisterschaft aufs Podest», geben sich die siegreichen Frauen ehrgeizig und kämpferisch. Und nach der Machtdemonstration in Frick und der beinahe unheimlichen Siegesserie liegt ein solches Ziel für die Zukunft sicher im Bereich des möglichen.

Am Vortag kämpften die Männer in Frick um Punkte und Ehre. Dabei setzten sich die favorisierten Aarauer Philipp Noever und Gabriel Bartholdi im Final gegen Bruno Essig (Mettau) und David Heimgartner (Buchs) durch.