Zehn Minuten vor Schluss kommt es in der neunten 1.-Liga-Partie des FC Baden zu Hause gegen den FC Winterthur II, wie es kommen muss. Nach einem Fehler im Badener Spielaufbau kann der Winterthurer Holifryde Nsiala alleine auf das FCB-Tor zulaufen. Das Geschenk nimmt der Stürmer mit Handkuss an und erzielt das 1:0 für die Zürcher. Die Badener Serie der Ungeschlagenheit ist gerissen – trotz Überlegenheit über weite Strecken des Spiels.

«Wir hatten gute Aktionen und unsere Chancen. Und viel mehr Ballbesitz. Es war nicht nötig, dass wir heute verlieren. Aber manchmal gibt es solche Spiele», meint Ranko Jakovljevic. «Irgendeinmal musste die erste Niederlage kommen», fügt der FCB-Trainer leicht enttäuscht hinzu.

Badener Anfangsfurioso flacht ab

Zu Beginn der Partie setzt Baden die Gäste bereits früh unter Druck. Die Winterthurer kommen kaum aus der eigenen Platzhälfte heraus. Nach rund einer Viertelstunde flacht das Badener Anfangsfurioso langsam ab. Die beiden Teams neutralisieren sich im Mittelfeld.

Trotz ein paar Unkonzentriertheiten ist die Esp-Truppe aber weiterhin spielbestimmend und lässt den FCW nicht ins Spiel kommen. Allerdings läuft die FC-Baden-Maschinerie vor allem in der Erarbeitung von Chancen nicht wie gewünscht. Baden hat zwar klar mehr vom Spiel, doch zwingende Möglichkeiten gibt es in der ersten Halbzeit nur wenige.

In neuer Frische kommt Winterthur besser aus der Kabine als noch in Umgang eins. Nach wie vor sind es aber die Hausherren, die mehr vom Spiel haben. Chancen sind jedoch noch immer Fehlanzeige. «Wir waren zu hektisch vor dem Tor», analysiert Jakovljevic. Nach einem Badener Lattenschuss und einem anschliessenden guten Konter hätte in der Schlussphase die Partie auf beide Seiten kippen können – kurz bevor Nsiala die definitive und überraschende Vorentscheidung herbeiführt.

Trotz Niederlage auch nach neun Spielen noch Leader

So muss der FCB zum ersten Mal in dieser Saison als Verlierer vom Platz. Kleines Trostpflaster: Trotz der 0:1-Niederlage bleibt die Esp-Truppe auch nach neun Runden Leader. Mit 22 Punkten weisen die Badener aber nur einen minimen Vorsprung von einem Zähler auf den USV Eschen/Mauren auf. Die Liechtensteiner sind nun das letzte verbleibende ungeschlagene Team. «Wir haben bis jetzt mehr erreicht als erwartet», resümiert Jakovljevic. «Klar, heute schmerzt die Niederlage, aber ab morgen konzentrieren wir uns auf Zug», fügt er an.

Im nächsten Pflichtspiel gilt es ernst für den FC Baden. In der ersten Runde der Cup-Qualifikation muss die Esp-Truppe gewinnen, will die Mannschaft weiter vom Einzug ins Haupttableau des Schweizer Cups der kommenden Saison 2019/20 träumen. In Runde 1 trifft der FC Baden auf Zug 94 aus der Gruppe 2. Die Partie findet am Samstag, 6. Oktober 2018, statt. Anpfiff im Esp ist um 16:00 Uhr.

Lesen Sie hier die Partie im Liveticker nach: