Rudern

Sein Fokus liegt bereits auf den Olympischen Spielen in Rio

Daniel Wiederkehr steht auch am Badener Fest im Einsatz. Baranzini

Daniel Wiederkehr steht auch am Badener Fest im Einsatz. Baranzini

Der Badener Ruderer Daniel Wiederkehr setzt auf die Karte Sport - und er versucht, einen Platz im Leichtgewicht-Vierer ohne an den Olympischen Spielen in Rio zu ergattern.

Letzte Woche ging für den 23-jährigen Daniel Wiederkehr die Rudersaison mit der WM in Plovdiv (Bul) zu Ende. Trotz einer kurzen Vorbereitungsphase erreichte er im Doppelvierer via Hoffnungslauf die Halbfinals. Dort konnte der Aargauer aber nicht mehr mittun. «Ich hatte starkes Fieber und entschied mich gegen den Start», erklärt er. Das Team erreichte mit einem Ersatzmann dennoch den zehnten Schlussrang.

Obwohl Wiederkehr erst spät am Montagabend aus Bulgarien zurückkehrte, stand er am Dienstag am Stadtfest in Baden hinter der Bar des Ruderclubs Baden. «Ich geniesse das Fest in vollen Zügen, auch wenn ich einige Stunden arbeiten muss», erklärt der Badener, der nach der anstrengenden Saison drei trainingsfreie Wochen geniesst.

Wichtige Entscheidung

Bis letzten Mittwoch war noch unklar, wie es nach den Ferien für Daniel Wiederkehr weitergehen wird. Der Entscheid, ob er im Oktober mit der Spitzensport-RS beginnen darf oder nicht, war noch hängig. Würde er positiv ausfallen, würde Wiederkehr die nächsten vier Jahre voll auf die Karte Sport setzen und versuchen, einen Platz im Leichtgewicht-Vierer ohne an den Olympischen Spielen in Rio zu ergattern.

Sollte er die Sitzensport-RS nicht machen dürfen, würde er sich auf sein Wirtschaftsingenieur-Studium an der Fachhochschule in Windisch konzentrieren und nur noch auf nationalem Niveau rudern – so der Plan. Um seine Chancen auf einen der begehrten Sport-RS-Plätze zu erhöhen, liess Wiederkehr im letzten halben Jahr nichts unversucht. Um mehr trainieren zu können, und seine Defizite im Kraftbereich wettzumachen, reduzierte er sein Pensum an der Fachhochschule. «Mit diesem Schritt wollte ich den Verantwortlichen zeigen, dass ich bereit bin, dem Rudersport alles unterzuordnen», so der Aargauer.

Aufwand wird belohnt

Dieser Effort hat sich bezahlt gemacht. Ende Juni belegte er bei seiner Weltcup-Premiere im Skiff den 19. Rang unter 27 Teilnehmern. «Das war eine gute Leistung, vor allem, weil ich vor dem Rennen mega nervös war», sagt Wiederkehr. Nur zwei Wochen später verteidigte er im Leichtgewicht Doppelzweier mit seinem Partner Claudio Obrist den Schweizer-Meistertitel. Zudem konnte er in den letzten Monaten mehrere Trainingseinheiten mit den Olympioniken im Leichtgewicht Vierer ohne absolvieren.

Diese Leistungen blieben auch den Verantwortlichen der Sport-RS nicht verborgen. Am Mittwochabend erhielt Daniel Wiederkehr die Zusage, dass er im Oktober in Magglingen seinen Dienst leisten darf. «Die Selektion für die Spitzensport-RS ist für mich ein riesiger Motivationsschub», freut er sich.

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