Verletzungsdrama
Sehnenriss am Eidgenössischen: Nick Alpiger wird am Dienstag operiert

Am Samstagabend musste Nick Alpiger das Eidgenössiche Schwingfest verletzt aufgeben. Eine Untersuchung in der Rennbahnklinik Muttenz hat nun ergeben, dass die Sehne, die sich Alpiger auf dem Weissenstein verletzt hat, nun ganz gerissen ist. Er wird bereits am Dienstag operiert.

Martin Probst
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Mit Krücken als Zuschauer in Zug: Nick Alpiger am Eidgenössischen.

Mit Krücken als Zuschauer in Zug: Nick Alpiger am Eidgenössischen.

keystone-sda.ch

Nick Alpiger hatte es schon vermutet, als er im zweiten Gang des Eidgenössischen Schwingfests ein Zwicken im Hüftbereich spürte: Jetzt ist die Sehne gerissen.
Eine Untersuchung in der Rennbahnklinik Muttenz bestätigte am Montag seine Vermutung. Eine Operation wird nötig. Schon am Dienstag wird Alpiger operiert.

Danach ist eine lange Pause nötig. «Ich gehe davon aus, dass Nick erst im Januar mit dem Schwingtraining anfangen kann», sagt Stefan Strebel, der Technische Leiter der Nordwestschweizer.

Ein Jahr Zeit bis zum nächsten Highlight

Auch 2020 steht ein Highlight auf dem Programm. Am 30. August findet in Appenzell das Eidgenössische Jubiläums-Schwingfest statt. Muss Alpiger also bereits zum zweiten Mal in Folge darum zittern, am Höhepunkt nicht in Topform zu sein? Dies, nachdem er sich vor gut fünf Wochen auf dem Weissenstein an der Sehne am Hüftbeuger verletzt hatte und bereits der Weg nach Zug zu einem Wettrennen mit der Zeit wurde?

Strebel: «Nick hat alles richtig gemacht»

«Nein», sagt Strebel. «Nick hat nun sehr viel Zeit, die Verletzung auszukurieren. Und sowieso starten viele Schwinger in Saisons mit einem späten Highlight eher spät in die Vorbereitung, um dann pünktlich Ende August auf dem Form-Höhepunkt zu sein.» Und dafür reicht die Zeit für Nick Alpiger problemlos.

War es fahrlässig am Eidgenössichen in Zug zu starten und damit den Riss der Sehne zu riskieren? Strebel winkt erneut ab: «Das wurde ich schon ein paar Mal gefragt. Wer im ersten Gang Samuel Giger besiegt, der hat alles richtig gemacht.»

Gedanklich bereits beim Comeback

Im Anschwingen hatte Alpiger sensationell den meistgenannten Favoriten auf den Königstitel besiegt. Doch schon im zweiten Gang spürte er ein Zwicken. Im Verlauf des Samstags wurde Alpigers Bein dann immer dicker. Trotzdem beendete der 22-Jährige den Wettkampftag. Aber mehr war nicht möglich.

Nick Alpiger muss das Eidgenössiche nach einer starken Willensleistung aufgeben.
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Nick Alpiger kämpfte trotz Verletzung um den eidgenössichen Kranz, musste nach Tag eins aber aufgeben.
Zum Auftakt besiegte er Topfavorit Samuel Giger und sorgte für die Sensation.
Im Duell mit Giger hat Alpiger die Verletzung noch nicht gestört.
Doch schon wenig später machte sich die angerissene Sehne im Hüftbereich bemerkbar.
So musste er im zweiten Gang gegen Patrick Schenk eine Niederlage einstecken.
Für Alpiger geht es nicht mehr, das Bein voll zu belasten.

Nick Alpiger muss das Eidgenössiche nach einer starken Willensleistung aufgeben.

Keystone

Um 21 Uhr informierte er Stefan Strebel über den Startverzicht für Sonntag. «Es hat keinen Sinn mehr gemacht», sagte Alpiger am Sonntag. An Krücken war er nach Zug gekommen, um die Kollegen zu unterstützen.

Alpiger wollte zur neusten Diagnose nichts sagen. Doch wer ihn kennt, weiss, dass er gedanklich bereits jetzt beim Comeback ist.