Volleyball
SeeWy schlägt Fricktal: Klare Verhältnisse im Aargauer Derby

Dynamo SeeWy gewinnt im einseitigen 1.-Liga-Spiel gegen Fricktal klar mit 3:0. Dabei musste SeeWy gleich auf zwei Stammspielerinnen verzichten und letztjährige Spielerinnen ins Team zurückholen.

Annemarie Keusch
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Trainer Fricktal: Seymen Gökdemir.
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Trainerin von Dynamo SeeWy: Mirjam Schönenberg.
Dynamos Mika Moena (9) im Angriff gegen Sarah Bosshard (17) und Simona Winter (14).
Erfolgreicher Block von Adriana Peppe (1) und Nina Lojacono (links) gegen die Fricktalerinnen Pamela Martinovic (10) und Sabine Kraft (6).
Fricktals Jacqueline Ingold (rechts) gegen Olivia Berner (3) und Roxana Wenger (7).
Klare Aargauer Volley-Verhältnis: SeeWy schlägt Fricktal

Trainer Fricktal: Seymen Gökdemir.

Otto Lüscher

Dabei standen die Vorzeichen für Dynamo SeeWy alles andere als gut, wie Trainerin Mirjam Schönenberg berichtet. «Eine unserer Spielerinnen weilt auf Maturareise und eine andere blieb in Barcelona stecken.» So musste eine letztjährige Spielerin zurück ins Team geholt werden. Man war gespannt, wie sich die personellen Rochaden auswirken würden.

SeeWy von Beginn an konzentriert

Zu Beginn gaben sich die Seetalerinnen keine Blösse. Mit guter Verteidigung und effizientem Angriff holten sie sich einen Vierpunktevorsprung zum 5:1 heraus. Doch so einfach liessen sich die Fricktalerinnen nicht abhängen. Der erste Satz entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Mal waren die Gastgeberinnen in Front, mal konnte Volley Fricktal vorlegen. Beim Stand von 22:21 für die Gäste sah sich SeeWy-Trainerin Schönenberg zu einem Time-out gezwungen. Und prompt zeigte dieses auch Wirkung. Ihre Spielerinnen holten sich den ersten Satz mit 25:22.

Damit war der Knopf geöffnet. Im zweiten Durchgang dominierte die Heimmannschaft klar. Die Aufsteigerinnen vermochten dem variantenreichen Spiel von SeeWy nichts entgegenzusetzen. Mit Fehlern bei der Serviceannahme und im Angriff machten sich die Fricktalerinnen das Leben selber schwer. SeeWy powerte und liess dem Gegner keine Chance. In nur 19 Minuten holten sie sich den zweiten Satz mit 25:11.

Klarer 3-Satz-Sieg

Fricktal-Trainer Seymen Gökdemir trieb seine Spielerinnen an, sich gegen die dritte Saisonniederlage im dritten Spiel zu wehren. Doch auch im dritten Satz konnte SeeWy schnell davonziehen. Bei den Gästen aus Frick kamen erste Anzeichen von Verzweiflung auf. Viele ihrer Angriffsbälle sahen sie von SeeWy abgewehrt. Den Gästen aus Frick ist hoch anzurechnen, dass sie sich in keiner Minute des Spiels aufgaben. Sie kämpften, pushten sich gegenseitig, blieben jedoch glücklos. So konnte SeeWy auch den dritten Satz letztlich klar mit 25:14 gewinnen.

Für Gökdemir blieb die Erkenntnis: «Wir sind noch nicht vollends in der ersten Liga angekommen. Die Erfahrung fehlt uns noch. Wir sind dem Gegner kopflos ins offene Messer gelaufen.» Zufrieden mit der Darbietung ihrer Spielerinnen zeigte sich hingegen Schönenberg: «Auf jeder Position waren wir einen Tick konstanter und besser, darum war der Sieg sicherlich verdient.»