NLA-Handball
Sechster Sieg im siebten Heimspiel: Der HSC Suhr Aarau besiegt den BSV Bern nach starker Leistung deutlich

In der 13. Runde der NLA besiegt der HSC Suhr Aarau am Sonntagnachmittag den BSV Bern deutlich mit 25:13. Vor der coronabedingten Minikulisse von 50 Zuschauern führt der HSC zur Pause mit 14:6. Dank des Sieges stossen die Aargauer in der Tabelle auf den zweiten Platz vor.

Dean Fuss
Drucken
Teilen
HSC-Linkshänder João Ferraz war mit sechs Treffern der erfolgreichste Werfer seiner Mannschaft.
23 Bilder
HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten (vorne) und seine Teamkollegen bejubeln den deutlichen 24:13-Sieg gegen den BSV Bern.
Der obligate Jubelkreis nach HSC-Siegen findet wegen der coronabedingten Zuschauerbeschränkungen vor fast leerer Kulisse statt.
HSC-Kreisläufer Martin Slaninka (M.) bejubelt den Sieg mit Jan Peter (r.) und Sergio Muggli.
Die HSC-Spieler Daniel Parkhomenko (l.) und David Poloz klatschen sich ab.
In der Schlussphase vermochte sich auch Torhüter und Co-Capitain Dario Ferrante auszuzeichnen. Er verbuchte eine Abwehrquote von 58 Prozent.
HSC-Matchwinner Dragan Marjanac bejubelt eine seiner insgesamt 14 Paraden gegen den BSV Bern.
HSC-Kreisläufer Martin Slaninka blieb für ein Mal ohne Treffer.
Kein Durchkommen für BSV-Spieler und Ex-Endinger Claudio Vögtli (M.) gegen die HSC-Spieler Patrick Strebel (l.) und João Ferraz.
HSC-Torhüter Dragan Marjanac (l.) wehrt sich im Kasten gegen den Abschluss von Max Freiberg.
Manuel Zehnder, der in Abwesenheit des verletzten Diogo Oliveira das Topskorer-Shirt beim HSC trug, erzielte fünf Treffer.
HSC-Trainer Misha Kaufmann gibt seinen Spielern auf dem Weg zum sechsten Sieg im siebten Heimspiel der Saison Anweisungen.
HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten (r.) im Abschluss.
HSC-Kreisläufer Martin Slaninka (r.) behauptet den Ball gleich gegen zwei Berner.
HSC-Co-Captain Tim Aufenblatten (oben) zeichnet in der ersten Halbzeit für drei Treffer verantwortlich.
HSC-Flügel Timothy Reichmuth (l.) bejubelt einen seiner beiden Treffer in den ersten 30 Minuten.
HSC-Kreisläufer Martin Slaninka (r.) im Zweikampf mit BSV-Topskorer Ante Kaleb.
Manuel Zehnder (l.), der den verletzten Diogo Oliveira als HSC-Topskorer vertritt, im Zweikampf mit Claudio Vögtli.
Das Duell zwischen dem HSC Suhr Aarau und dem BSV Bern findet in der Schachenhalle vor der coronabedingten Minikulisse von 50 Zuschauern statt.
HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten (M.) behält trotz Bedrängnis den Überblick.
HSC-Torhüter Dragan Marjanac bei einer seiner zahlreichen Paraden.
BSV-Trainer Aleksandar Stevic gibt seinen Spielern Anweisungen.
HSC-Flügel Timothy Reichmuth (l.) bezwingt BSV-Torhüter Simon Schelling.

HSC-Linkshänder João Ferraz war mit sechs Treffern der erfolgreichste Werfer seiner Mannschaft.

Freshfocus

Die Partie zwischen dem HSC Suhr Aarau und dem BSV Bern beginnt gleich als veritable Abwehrschlacht. In den ersten fünf Spielminuten fallen gerade einmal zwei Treffer. Weil beide Male HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten dafür verantwortlich zeichnet, liegt das Heimteam in der Schachenhalle zu diesem Zeitpunkt mit 2:0 in Front. Hinten macht derweil Dragan Marjanac dicht: Er pariert die beiden ersten Würfe auf seinen Kasten.

Weil es in ähnlichem Stil weiter geht, fallen auch in den folgenden fünf Minuten nur gerade zwei Treffer – dieses Mal aber gleichmässig verteilt. Und so führt der HSC, auch dank einer Siebenmeter-Parade Marjanacs, nach zehn Spielminuten mit 3:1.

Die grosse Marjanac-Show

Sowieso präsentiert sich der serbische Torhüter des HSC gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber in hervoragender Verfassung: In der 13. Minute pariert Marjanac bereits seinen zweiten Siebenmeter, wenige Augenblicke später verhindert er den zweiten Gegentreffer zum wiederholten Mal. Nach 13:06 Spielminuten hat Marjanac unglaubliche sieben von acht Würfen auf seinen Kasten pariert. Es dauert bis kurz vor Ablauf der 15. Minute, ehe sich der HSC den zweiten Gegentreffer (5:2) einfängt.

Weil die Marjanac-Show auch in der Folge munter weiter geht, liegt Suhr Aarau kurz nach Ablauf der 20. Spielminute bereits mit 9:3 in Front. In der Folge sorgen die Schiedsrichter mit zahlreichen Zweiminutenstrafen für Unmut auf beiden Seiten, das Skore entwickelt sich derweil gleichmässig weiter. Und so liegt der HSC nach 25 Minuten mit 11:5 in Führung. Bis zur Pause bauen die Aargauer ihre Führung dann sogar noch aus – es geht mit 14:6 zu Gunsten des Heimteams in die Kabinen.

Erneut kaum Treffer zum Auftakt in die zweite Halbzeit

Der Auftakt in den zweiten Durchgang misslingt dem HSC zwar, dass das Heimteam aber erst in der 39. Minute seinen ersten Treffer nach der Pause erzielt, spielt insofern kaum eine Rolle, als dass die Berner offensiv auch nicht wesentlich erfolgreicher sind. Und so führt Suhr Aarau knapp 20 Minuten vor der Schlusssirene mit sieben Treffern (16:9).

Auch Torhüter Marjanac mag in dieser Phase nicht mehr ganz an die Pace aus der ersten Halbzeit anknüpfen und macht in der 42. Minute für eine kurze Verschnaufpause seinem Stellvertreter und Co-Captain Dario Ferrante Platz zwischen den Pfosten. Knapp drei Minuten später kehrt er wieder auf die Platte zurück.

Auch Ferrante präsentiert sich in Top-Verfassung

Eine knappe Viertelstunde vor der Schlusssirene legt der HSC dank Manuel Zehnders nächstem Treffer vom Siebenmeterpunkt erstmals mit neun Treffern vor (19:10). Und weil Marjanac im nächsten Berner Angriff gleich wieder doppelt brilliert, steht das Heimteam dank des nächsten Treffers von João Ferraz nur wenige Augenblicke später erstmals mit zehn Treffern Vorsprung da (20:10). BSV-Trainer Aleksandar Stevic lässt seinen Ärger über den Spielverlauf an einem Stuhl aus und sieht nach dessen Demolierung die gelbe Karte.

Aber weder der Ärger des gegnerischen Trainers, noch dessen drittes und letztes Team-Timeout bringen den HSC aus der Spur. Ganz im Gegenteil: Neun Minuten vor Schluss führt der HSC erstmals mit zwölf Treffern (23:11). Und nun beginnt auch Torhüter Ferrante, der nun wieder im HSC-Kasten steht, die Berner zur Verzweiflung zu bringen. Auch er pariert nun gleich im Multipack– und seine Vorderleute wissen das zu nutzen und bauen ihre Führung auf 24:11 aus.

Bis zum Ende tut sich nicht mehr viel. Zwar können die Berner ihren Rückstand in den letzten Minuten noch einmal ein klein wenig verkürzen, aber am deutlichen 25:13-Sieg der Aargauer ändert sich dadurch nichts mehr.

Telegramm

Suhr Aarau - Bern 25:13 (14:6)

Schachenhalle, Aarau. – 50 Zuschauer (ausverkauft). – SR Capoccia/Jucker. – Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau, 4-mal 2 Minuten gegen Bern.

Suhr Aarau: Marjanac (14 Paraden)/Ferrante (4); Aufdenblatten (5 Tore), Ferraz (6), Laube (1), Muggli, Parkhomenko (1), Peter, Poloz (4), Reichmuth (3), Slaninka, Strebel, Zehnder (5).

Bern: Cvitkovic (10 Paraden)/Schelling (2); Aellen, Arn (1 Tor), Baumgartner (2), Eggimann (2), Freiberg (1), Gerlich (4), Jauer (1), Kusio, Mühlemann, Rohr, Strahm, Vögtli (1), Weingartner (1), Widmer.

Bemerkungen: Suhr Aarau ohne Attenhofer, Grazioli, Oliveira, Kalt (alle verletzt), Brandt, Hofer und Müller (alle ohne Einsatz). – Verhältnis verschossener Penaltys: 1:2.

Sie haben die Partie verpasst? Schauen Sie sie sich hier in der Aufzeichnung des Livestreams an: