Challenge League
Schwere Zeiten für FC-Aarau-Präsident Alfred Schmid: «Ich fühle mich oft schlecht, habe schlaflose Nächte»

Alfred Schmid macht sieben Monate vor seinem Rücktritt schwere Zeiten durch. Wer in diesen Tagen mit dem 63-Jährigen spricht, bekommt Mitleid mit dem FC-Aarau-Präsidenten.

Ruedi Kuhn
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FCA-Präsident Alfred Schmid macht derzeit schwere Zeiten durch – auch der Blick in die Zukunft macht ihm nicht unbedingt Mut.

FCA-Präsident Alfred Schmid macht derzeit schwere Zeiten durch – auch der Blick in die Zukunft macht ihm nicht unbedingt Mut.

Freshfocus

Am 10. November reist Alfred Schmid mit seiner Familie nach Dubai. Der Präsident des FC Aarau gönnt sich im Ferienparadies in den Arabischen Emiraten im Kreis seiner Liebsten neun unbeschwerte Tage. Nach arbeitsintensiven Monaten mit unzähligen Sitzungen will Schmid kurzzeitig auf andere Gedanken kommen. Der 63-Jährige möchte abschalten, dem süssen Nichtstun frönen, die Seele baumeln lassen, ja einfach mal das Leben geniessen.

Bis zum Tag der Abreise sind es allerdings noch zweieinhalb Wochen. Während dieser Zeit kann viel passieren. Gut möglich, dass Schmid als FCA-Präsident gefordert ist. Mehr, als ihm lieb ist: Sollten die Aarauer nach dem miserablen Saisonstart mit nur vier Punkten aus elf Partien auch gegen Wil und Chiasso nicht punkten, kommt es ziemlich sicher zum Trainerwechsel. Das Kellerduell in Chiasso am 4. November hat für Patrick Rahmen wegweisenden Charakter. Jetzt heisst es siegen oder fliegen!

Alfred Schmid: «Nach dem charakterstarken Führungsspieler suchen wir seit dem Abgang von Artur Ionita seit Jahren.»
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Krisengespräch im August 2018: Die FC-Aarau-Führungscrew (von links: Sandro Burki, Roger Geissberger und Alfred Schmid) spricht Trainer Patrick Rahmen (rotes Shirt) das Vertrauen aus.
Die Machtlosigkeit in der Stadionfrage zehrt an FCA-Präsident Alfred Schmid – 2019 ist Schluss.
Schmid wartet immer noch auf sein neues Stadion.
Präsident Schmid (l.) und sein Vize Roger Geissberger
Es gab auch bessere Zeiten: Davide Callà (l.) und Präsident Alfred Schmid feiern 2013 den FCA-Aufstieg in die Super League.
Aufstiegs-Trainer René Weiler und Alfred Schmid

Alfred Schmid: «Nach dem charakterstarken Führungsspieler suchen wir seit dem Abgang von Artur Ionita seit Jahren.»

SEVERIN BIGLER

Verliert der FC Aarau im Stadion Riva IV gegen die Südtessiner, sind Schmid und seine Verwaltungsratskollegen gefordert. Sie müssen Farbe bekennen. Natürlich ist die sportliche Talfahrt in erster Linie auf die ungenügenden Leistungen der Spieler zurückzuführen.

Aber es gilt als ungeschriebenes Gesetz, dass im Profifussball in schlechten Zeiten der Trainer das schwächste Glied in der Kette ist. Momentan spricht nicht viel für Rahmen. Er bringt das Team einfach nicht auf Touren und macht je länger, je mehr einen ratlosen Eindruck. Nach dem kurzfristigen Hoch mit dem 1:1 beim Aufstiegsfavoriten Lausanne und dem 3:1 gegen am Ende nur noch acht Schaffhauser Spieler ging die sportliche Talfahrt weiter.

An seinen Grenzen

Eine Entwicklung der Mannschaft ist beim besten Willen nicht auszumachen. Fortschritte gibt es keine. Im Gegenteil. Es ist ein Treten an Ort. Der Kampf gegen den Abstieg hat längst begonnen. Dass in dieser schwierigen Lage ein Grossteil der Sponsoren nach wie vor hinter dem Trainer steht, ist erstaunlich. So stärkten die Club-100-Mitglieder dem erfolglosen Trainer am vergangenen Freitag anlässlich eines Lunchs den Rücken.

Zurück zum Präsidenten: Wer in diesen Tagen ein persönliches Gespräch mit Schmid führt, hat kein gutes Gefühl. Mitleid kommt auf. Der Mann, der dem FC Aarau seit zwölf Jahren vorsteht, macht schwere Zeiten durch. Mehr noch. Schmid leidet. Der Grund: Der Klubverantwortliche ist in letzter Zeit mehr und mehr an Grenzen gestossen.

Ob im Aarauer Brügglifeld, an seinem Arbeitsort in Schönenwerd oder an seinem Wohnort in Gränichen: Immer und immer wieder wird er auf die Krise des Klubs angesprochen. Immer und immer wieder muss er dieselben Fragen beantworten. Das geht nicht spurlos an ihm vorbei. Es zehrt an seiner Substanz. Und es nagt an seiner Psyche.

Den Spielern die Leviten lesen

Vor dem Heimspiel im Brügglifeld am Freitag gegen den FC Wil zeigt sich Schmid allerdings nochmals von der kämpferischen Seite. Vor dem Duell Letzter gegen Erster kündigt er an, vor die Mannschaft zu treten und den Spielern ins Gewissen zu reden, ja ihnen mal so richtig die Leviten zu lesen.

«Ich werde den Spielern klar und deutlich sagen, dass es so nicht weitergehen kann», erklärt Schmid. «Mir fehlte es zuletzt an der nötigen Einstellung. An Herzblut und Leidenschaft! Ich verlange totalen Einsatz und Kampfeswillen. Und zwar von allen!»

Gut möglich, dass Schmid während seiner Brandrede darauf hinweist, dass sich die schlechten Resultate auch auf das geplante Stadion im Torfeld Süd auswirken. Die Niederlagenserie ist für viele Aarauer leider ein Grund, die neue Sportstätte infrage zu stellen.

Schmid gibt offen und ehrlich zu, dass es ihm nicht gut geht. «Ich fühle mich oft schlecht und habe sogar schlaflose Nächte», sagt er. Weil seine Gesundheit und das Wohl seiner Frau und seiner beiden Kinder an erster Stelle stehen, wird Schmid im Frühling des kommenden Jahres als Präsident zurücktreten. Definitiv! Ohne Wenn und Aber!

Die Suche nach einem neuen Mann an der Spitze läuft seit Monaten auf Hochtouren. «Ich bin überzeugt, dass der Verwaltungsrat einen neuen Präsidenten finden wird», erklärt Schmid. «Wir haben eine Liste mit Kandidaten. Mehr kann und will ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht verraten.»

Das Trostpflaster Finanzhaushalt

Mal schauen, was die Zukunft bringen wird. Sieben Monate vor seinem Rücktritt steht Schmid mit dem FC Aarau vor einem sportlichen Scherbenhaufen. Und nicht nur das: Auch das neue Stadion im Torfeld Süd ist alles andere als in Stein gemeisselt.

Ein Trostpflaster gibt es: Der Finanzhaushalt ist ausgeglichen. Nicht zuletzt dank Schmid. Der Präsident zahlt und zahlt und zahlt. Und das seit 2006. So richtig belohnt wurde er für sein finanzielles Engagement nur einmal: 2013 beim Wiederaufstieg in die Super League. Seither ist Schluss mit lustig.

Die unendliche Geschichte des Aarauer Stadions:

Seit über 30 Jahren ist klar, dass der FC Aarau ein neues Stadion braucht. Was bisher geschah, erfahren Sie in der Bildergalerie.
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1985: Cupsieg und Erkenntnis Der FC Aarau feiert 1985 seinen bisher einzigen Cupsieg. Vier Jahre spielt der FCA schon in der Nationalliga A. Es wird klar: Für die höchste Spielklasse ist das Brügglifeld zu klein.
1994: Erstes Projekt Sie nennen es "Vision 2002": Architekt und Ex-Fc-Aarau-Präsident Ernst Lämmli sowie Bauingenieur und Landbesitzer Peter Zubler wollen in Schafisheim ein Stadion in der Kiesgrube bauen. Für 30 Millionen Franken und 20'000 Zuschauer, inklusive Casino.
2000: Mittellandarena Der Gestaltungsplan Mittellandpark wird erarbeitet. Er umfasst das Stadion «Mittellandarena», ein grosses Shopping-Center und Büros. 2006 soll im 70-Millionen-Franken-Stadion im Torfeld Süd gekickt werden.
2001: "Vision 2002" am Ende Das weit fortgeschrittene Projekt scheitert an der Finanzierung, Zonenvorschriften und dem Widerstand "von ein paar wenigen im Verein", wie Lämmli (rechts) in einem Interview sagt.
2003: Mittellandpark nimmt erste Hürde Der Aarauer Einwohnerrat heisst einen Kredit von 900'000 Franken für die Planung des Mittellandparkes deutlich gut.
2005: Niederlage an der Urne Das Aarauer Stimmvolk lehnt das 25-Millionen-Darlehen der Stadt für den Mittellandpark ab. Eine Umfrage ergibt, dass sich die Ablehnung primär gegen das Einkaufszentrum richtet. Wenig später geben die Initianten auf.
2006: Standort Buchs Neben der Sanierung des Brügglifelds und dem Torfeld Süd (Mittellandpark) kommen zwei neue Varianten aufs Tapet. Beide sehen Standorte in Buchs vor: Lostorf und die Obermatte.
2007: Torfeld Süd setzt sich durch Der Aarauer Einwohnerrat genehmigt im Juni einen Kredit von 1,6 Millionen Franken für ein Stadion mit Mantelnutzung im Torfeld Süd. Die Einkaufsfläche ist gegenüber dem Mittellandpark halbiert. Ebenfalls zur Diskussion steht die Buchser Obermatte. Sie findet lediglich bei einer linken Minderheit Anklang. Das Stimmvolk segnet den Kredit im Herbst ab.
2008: Volk sagt Ja Der Souverän der Stadt Aarau stimmt deutlich für einen Betrag von 17 Millionen Franken für ein neues FCA-Stadion im Torfeld Süd. Bauherrin ist die private HRS AG. Vorbild für das Stadion soll die Neuenburger "Maladière" sein (Bild). Insgesamt kostet das Stadion 36 Millionen Franken.
2009: Einsprachen Gegen Gestaltungsplan und Stadion-Baugesuch gehen 41 Einsprachen ein.
13.5.2010: Abstieg Schock für den FC Aarau: Der "unabsteigbare" Klub muss nach einem 1:4 gegen GC und dem gleichzeitigen Sieg von Bellinzona den Gang in die Challenge League antreten. David Marazzi (Bild) wird von seinen Emotionen überwältigt.
13.6.2010: Erneuter Abstimmungserfolg Die Nutzungsplanung "Torfeld Süd" schafft auch die letzte politische Hürde. In einer Referendumsabstimmung heisst das Volk die Spezialzone mit einer Ja-Mehrheit von 69,5 Prozent gut. Das Stadion könnte jetzt eigentlich gebaut werden. Wenn da nicht die Einsprachen wären.
23.2.2011: Kein Asyl für GC Mitten in die Stadionplanung platzt die Meldung, dass die Grasshoppers mit einem Umzug nach Aarau liebäugeln. Die Miete im Letzigrund ist GC zu hoch. Der FCA ersucht den Stadtrat, den Zürchern Asyl zu gewähren – wegen Synergien im geplanten Stadion. Der Stadrat lehnt das Begehren ab. Grund: Die Zusatzbelastung wäre für das Volk nicht zumutbar. Bild: Aarau's Michele Polverino, links, fällt nach im Zweikampf mit GC's Rolf Feltscher im Brügglifeld.
11.5.2011: Einsprachen abgelehnt Jetzt ist der Aargauer Regierungsrat an der Reihe: Die Kantonsregierung weist die verbliebenen Beschwerden vom Sommer 2009 ab und genehmigt sowohl die Spezialzone Torfeld Süd als auch den Gestaltungsplan. Mehrere Bewohner des Aarauer Gönhard-Quartiers ziehen ihre Beschwerde ans kantonale Verwaltungsgericht weiter.
9.12.2011: HRS muss Projekt erneuern Nach dem Entscheid des Einwohnerrates vom 14. November 2011, auf die Realisierung von polysportiven Mantelnutzungen im Stadionkomplex zu verzichten (zu teuer), muss die HRS das Projekt überarbeiten. Das Baugesuch muss ein zweites Mal aufgelegt werden. Die Grundeigentümerin Mobimo rechnet mit der Inbetriebnahme des Stadions im Jahr 2015.
2012: Stadionprojekt komplett überarbeitet Weil gegen das erste Baugesuch viele Einsprachen eingingen, präsentiert die HRS ein völlig überarbeitetes Projekt (Bild). Es ist der dritte Anlauf für ein Stadion im Torfeld Süd. Gegen das neue Projekt gehen vier Einsprachen ein. Drei werden später nach langen Verhandlungen zurückgezogen.
2013: Aufstieg Erfolg auf dem Rasen: Der FC Aarau steigt nach drei Jahren in der Zweitklassigkeit in die Super League auf.
2014: Durchbruch und neue Sorgen Der FCA jubelt: Der Stadtrat erteilt die lang ersehnte Baubewilligung für das Stadion. Doch neues Ungemach folgt sogleich: Der letzte verbliebene Einsprecher reicht Beschwerde gegen die Baubewilligung ein. Er wird als Stadionverhinderer landesweit bekannt, weil der "Blick" seine Identität teilweise aufdeckt. Er findet das geplante Einkaufszentrum zu gross.
2015: Beschwerde-Marathon 2015 ist das Jahr der Justiz im Fall Torfeld Süd: Der Aargauer Regierungsrat weist die Beschwerde des Anwohners am 21. Januar ab. Er zieht vor Verwaltungsgericht, unterliegt und gelangt ans Bundesgericht. Die Bundesrichter entscheiden vorerst, dass das laufende Verfahren keine aufschiebende Wirkung hat. Trotzdem warten Stadt und die Bauherrin HRS mit dem Baubeginn zu. Auch mit einem Ausstandsbegehren scheitert der Anwohner vor Verwaltungs- und Bundesgericht.
29.5.2015: Abstieg Der FC Aarau steigt in die Challenge League ab. Mit einem 3:2-Sieg gegen den FC Thun verabschiedet sich der Klub in die Zweitklassigkeit. Bild: Sandro Burki (links) und Kollegen applaudieren zum letzten Mal in der Super League.
2016: Machtwort Das Bundesgericht weist die Stadionbeschwerde ab. "Endlich: Das Stadion kann gebaut werden", titelt die Aargauer Zeitung. Heute wissen wir: Es ging noch immer nichts.
1.5.2017: Plan B Wegen den Einsprachen, strengeren Auflagen der Liga und neuen Gesetzen kostet das Stadion nun 20 Millionen Franken mehr. Die HRS präsentiert darum den Plan B: kein Einkaufszentrum, dafür Hochhäuser für Wohnungen, Gewerbe und kleine Läden im Erdgeschoss.
15.11.2017: Stadion-Retter? Erster Auftritt von "meinstadion.ch": Die Initianten um den früheren FCA-Präsidenten Michael Hunziker (Bild Mitte) halten nichts vom Plan B. Sie wollen, dass der ursprüngliche Plan umgesetzt wird, damit die am 18. Mai 2018 ablaufende Baubewilligung nicht verfällt. Um das fehlende Geld aufzutreiben, haben sie unter anderem ein Crowdfunding lanciert. Vier Millionen Franken sollen so zusammenkommen.
26.2.2018: Millionenstrafe gefordert "meinstadion.ch" fordert eine Konventionalstrafe von mindestens 5 Millionen Franken für die HRS, sollte diese ihrer Pflicht, dem Stadionbau, nicht nachkommen. HRS hat ein bewilligtes Stadion-Projekt, will aber statt eines Einkaufszentrums Hochhäuser bauen.
6.3.2018: Plan C HRS und "meinstadion.ch" skizzieren einen Plan C. In einer Mitteilung heisst es: "Eine Zwischenfinanzierung soll es ermöglichen, den Stadionbau vom Vorliegen von rechtskräftigen Baubewilligungen von Hochhäusern zu entkoppeln." Damit könnte mit dem Stadionbau begonnen werden, auch wenn für die Hochhäuser keine Baubewilligung vorliegt. Plan C würde rund 40 Millionen Franken kosten. Und Junioren müssen nicht mehr Kissen auf die Sitzflächen der besseren Plätze im Brügglifeld legen.
21.3.2018: Gemeinsam für Plan B Stadt, Bauherrin HRS, FCA und "meinstadion.ch" geben an einer gemeinsamen Medienkonferenz das Versprechen ab: Wir ziehen jetzt alle am gleichen Strick, am Strick Plan B (Stadion mit Hochhäusern). Darum braucht es eine erneute Abstimmung über die BNO-Revision (Bau- und Nutzungsordnung). Ein Ja ist die Voraussetzung für das neue Stadion. Die Bauherrin HRS unterstützt den FCA ausserdem in den nächsten fünf Jahren mit einer Million Franken, zusätzlich zu den bisher jährlich 70'000 Franken.
Plan B: Das Stadion mit Hochhäusern.
31.8.2018: Neues Baugesuch eingereicht Das Baugesuch des angepassten Projekts für das Stadion liegt auf dem Tisch der Aarauer Verwaltung. Das komplette Gesuch für das angepasste Stadion umfasst 20 Büroschachteln. Der Baubeginn für das Stadion erfolgt erst, wenn für die neben dem Stadion geplanten vier Hochhäuser eine rechtskräftige Baubewilligung vorliegt. Voraussetzung dafür ist, dass das Volk der BNO-Revision zustimmen wird.
7.2.2019: Bundesgericht hebt Urteil auf Das Bundesgericht heisst eine Beschwerde von sechs Personen gegen ein Urteil des Aargauer Verwaltungsgericht gut. Dieses hatte eine fristgerechte Eingabe der Beschwerdeführer nicht berücksichtigt. Es hatte den Fehler selbst bemerkt und vor Bundesgericht beantragt, dass die Beschwerde gutgeheissen wird.
3.5.2019: Stadion-Gegner blitzen beim Aargauer Verwaltungsgericht ab Das Aargauer Verwaltungsgericht weist drei Beschwerden zur Revision der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) ab. Darunter auch jene, die es zum zweiten Mal bearbeiten musste, weil es beim ersten Mal das rechtliche Gehör der Beschwerdeführer verletzt hatte. Das Bundesgericht hatte das Urteil darum aufgehoben. Das Stadion geht frühestens in der Saison 2022/2023 in Betrieb.
16.8.2019: Politiker aus dem links-grünen, vereinzelt auch aus dem bürgerlichen Lager lancieren überraschend eine Volksinitiative für einen neuen Stadion-Standort – die Buchser Obermatte kommt wieder ins Gespräch.
26.8.2019: Der Aarauer Einwohnerrat heisst die Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung und den 17-Millionen-Kredit gut. Damit steht der Volksabstimmung im November 2019 nichts mehr im Weg. Im Bild: FDP-Fraktionschef Yannick Berner im FCA-Dress.
24.11.2019: Die Stadt Aarau sagt zu beiden Abstimmungen bezüglich Stadion im Torfeld Süd mit 61 Prozent Ja. Die Auflage der Baugesuche für Stadion, Hochhäuser und Zwischenbau ist frühestens nach den Sommerferien 2020 realistisch.
5.6.2020: Die Auflage des Baugesuches verzögert sich, das Verfahren ist anspruchsvoll und der Druck der Stadion-Gegner weiterhin gross. Es könnte darum sein, dass das Aarauer Stadion erst 2028 steht.

Seit über 30 Jahren ist klar, dass der FC Aarau ein neues Stadion braucht. Was bisher geschah, erfahren Sie in der Bildergalerie.

zvg/nightnurse images, Montage: AZ