Auftakt

Schwere Saison mit «brutal junger Truppe» für Ringerstaffel Freiamt

Einzige Kaderergänzung: Der Zürcher Unterländer Jeremy Vollenweider (oben, hier am Aargauer Sägemehl-Ringertag) wird die Freiämter Mannschaft in den oberen Gewichtsklassen unterstützen.

Einzige Kaderergänzung: Der Zürcher Unterländer Jeremy Vollenweider (oben, hier am Aargauer Sägemehl-Ringertag) wird die Freiämter Mannschaft in den oberen Gewichtsklassen unterstützen.

Die Ringerstaffel Freiamt zittert in der bevorstehenden Nationalliga-A-Saison um die Halbfinalteilnahme.

Mit Ausnahme der Saison 2015, als sich die Ringerstaffel Freiamt mit dem enttäuschenden 5. Platz begnügen musste, stand eine Halbfinalteilnahme und meist auch ein Medaillenrang nie zur Diskussion. In diesem Herbst startet Trainer Adi Bucher jedoch mit einem erheblich verjüngten und veränderten Kader in die Nationalliga-A-Mannschaftsmeisterschaft. «Wir haben eine brutal junge Truppe», blickt der Merenschwander der neuen Saison mit gemischten Gefühlen entgegen. Er spricht deshalb von einem «Zwischenjahr mit Aufbaucharakter».

Dennoch tritt Bucher in seiner dritten und voraussichtlich letzten Saison als Cheftrainer mit der Zuversicht an, dass es mindestens wieder für den Halbfinal reicht.

Andere Favoriten

Zur Vorsicht mahnen die Abgänge der Doppellizenzringer Thomas Wild (Weinfelden) und Manuel Jakob (Sense) sowie die Ausfälle von vier eigenen Teamstützen: Nico Küng und Roman Zurfluh sind verletzt, Jayan Göcmen setzt sein Arztstudium in Deutschland fort, und Pascal Gurtner tritt aus beruflichen Gründen kürzer. Somit fehlt der Aargauer Ringerhochburg gegenüber dem Vorjahr die halbe Mannschaft. Einziger Neuling ist der Zürcher Unterländer Kranzschwinger Jeremy Vollenweider. Er sammelte bei Weinfelden Erfahrung auf der Ringermatte und steht Freiamt mit einer Doppellizenz zur Verfügung.

Wohl verlief das zweiwöchige Trainingslager mit vielen jungen Ringern in der Ukraine vielversprechend. Dennoch nimmt die RS Freiamt die neue Saison auf dem Papier geschwächt in Angriff. Die Ausgangslage in der Nationalliga A präsentiert sich als Zweiklassengesellschaft. Vorne dürften sich die beiden letztjährigen Finalisten Kriessern und Willisau wieder um den Titel streiten. Dahinter zeichnet sich ein enger Vierkampf um die weiteren Halbfinalplätze ab.

Auf Augenhöhe

Einsiedeln tritt mit einem soliden Kader an, beklagt allerdings den Ausfall von Siegringer Yves Neyer. Adi Bucher rechnet sich gegen die Klösterdörfler gute Chancen aus. Keine nennenswerten Verstärkungen sind bei Schattdorf auszumachen. Deshalb sollten auch die Urner in Reichweite liegen. Unberechenbar ist Hergiswil. Die Luzerner Hinterländer verstärkten sich mit den alternden Freiburgern Manuel Jakob und Pascal Jungo. Nach dem 6. Platz im letzten Jahr sind die Ringer vom Fusse des Napfs erneut ein Abstiegskandidat.

Schwieriger Auftakt

Die Saison beginnt für Freiamt am Samstag in Merenschwand mit dem Kampf gegen Erzrivale Willisau. «Ich erwarte erst in der dritten Runde Zählbares für die Halbfinalqualifikation», spricht Adi Bucher von einem schwierigen Auftakt. Gegen Willisau wie auch eine Woche später in Kriessern sind die Aargauer Aussenseiter. Danach folgen die wegweisenden Kämpfe gegen Hergiswil, Schattdorf und Einsiedeln.

Nebst den Leistungsträgern Nils und Nino Leutert, Randy Vock, Michi Bucher und Pascal Strebel in den unteren Gewichtsklassen hat die RS Freiamt einen weiteren Trumpf im Ärmel. Der Russe Magomed Aischkanow ist in diesem Jahr Ringerschweizer geworden. Nebst seiner Rolle als Freistiltrainer könnte er auf der Matte zum «Lebensretter» für die Freiämter werden. Noch sind aber nicht alle nötigen Ausweispapiere vorhanden. Deshalb ist zum Auftakt zu Hause gegen Titelanwärter Willisau Schadensbegrenzung angesagt.

Ringerstaffel Freiamt – RC Willisau: Samstag, 1. September, 20 Uhr, Sporthalle Merenschwand.

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