Landhockey
Schweizer Landhockey präsentiert sich in Rotweiss

Die Frauen und Männer von Rotweiss Wettingen feiern einen Doppelsieg im Schweizer Cup. Für die Frauen war es bereits der fünfte Cupsieg in Folge, sie sind die dominierende Macht im Schweizer Frauenlandhockey.

Jan Arnet
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Als Vize-Meister und Cupsieger nimmt Rotweiss Wettingen am Sonntag die neue Feldsaison in Angriff.

Als Vize-Meister und Cupsieger nimmt Rotweiss Wettingen am Sonntag die neue Feldsaison in Angriff.

zvg

Auf der Sportanlage Utenberg in Luzern trafen sich am Wochenende die besten Landhockeyteams der Schweiz, um den 65. Cupfinal auszutragen. Serienmeister Rotweiss Wettingen konnte sich bei den Männern, wie auch bei den Frauen für den Final qualifizieren. Und nicht nur das, die Wettinger holen sich gleich beide Pokale.

Wettinger Frauen dominant

Nachdem die Wettinger Frauen im Halbfinal Basel mit 4:1 aus dem Cup geworfen hatten, wurden sie auch im Finale ihrer Favoritenrolle gerecht und schlugen Olten in einem einseitigen Spiel hochverdient mit 3:0. Die Oltnerinnen hielten zu Beginn des Spiels wacker dagegen und konnten dank ihrer starken Torhüterin das 0:0 relativ lange halten. Jessica Aebi war es dann, die in der 23. Minute zur längstfälligen Führung einschoss. Rotweiss Wettingen liess danach Ball und Gegner laufen und erarbeitete sich weitere Torchancen. Mit einem Doppelpack mittels Strafecke und Siebenmeter entschied Stephanie Wälti den Cupfinal 2014 zugunsten der Aargauerinnen.

Hochspannung beim Männerfinal

Bei den Männern war die Ausgangslage bereits in den Halbfinals sehr interessant. Mit Genf, Wettingen, Luzern und Olten waren die vier besten Teams der Schweiz auf der Sportanlage Utenberg zu sehen. Im Prestigeduell der beiden erfolgreichsten Schweizer Landhockeyteams zwischen Rotweiss Wettingen und dem HC Olten setzten sich die Aargauer klar mit 4:1 durch. Im Endspiel traf Rotweiss dann auf Servette, das seinen Halbfinal gegen den Titelverteidiger aus Luzern gewann. Die Favoritenrolle ging dieses Mal nicht an Rekordmeister Rotweiss Wettingen, sondern an den SHC Genève, der die Meisterschaft mit neun Punkten Vorsprung auf Rotweiss anführt. Genf hatte auch in der Meisterschaft beide Duelle knapp für sich entscheiden können.

Aber der Cup hat ja bekanntlich seine eigenen Regeln. Und so kam es, dass sich Rotweiss Wettingen mit 3:2 durchsetzen konnte und somit bereits zum 22. Mal in der Vereinsgeschichte den Pokalsieg feiern durfte.

In einer hart umkämpften und ausgeglichenen Partie waren es die Genfer, die den besseren Start erwischten. Nach einer Strafecke verwandelte Ex-Wettinger Benjamin Messerli den Abpraller zum 1:0. Rotweiss brauchte ein paar Minuten, um sich vom frühen Rückstand zu erholen. Dann fingen aber auch die Aargauer an, sich Chancen zu erarbeiten und konnten noch vor der Halbzeitpause ausgleichen. Auch nach dem Seitenwechsel gab es auf beiden Seiten gute Tormöglichkeiten. In der 50. Minute fasste sich Jan Hödle ein Herz und startete einen Sololauf. Er umdribbelt die gesamte Genfer Abwehr und schiesst ein zum 2:1. Knapp 13 Minuten später war es wiederum Benjamin Messerli, der nach einer Strafecke den Ausgleich markieren konnte. Rotweiss Wettingen zeigte sich unbeeindruckt und konnte quasi im Gegenangriff die Führung wiederherstellen. Nach diesem Schock konnten die Genfer nicht rechtzeitig reagieren und so stemmten nach den Frauen auch die Männer von Rotweiss Wettingen den Cup-Pokal in die Höhe.

Auch im Cupfinal der U17-Junioren war Rotweiss Wettingen vertreten. Die Aargauer mussten sich aber gegen den Luzerner Sportclub geschlagen geben.