Rad
Schweizer dominierten und Aargauer brillierten

Das Querfeldein von Steinmaur ist die älteste Cross-Prüfung der Schweiz. Am Sonntag wurde der Traditionsanlass zum 55. Male ausgetragen. Mit Marcel Wildhaber gewann nach fünfjährigem Unterbruch erstmals wieder ein Schweizer. Gut schlagen sich im Zürcher Unterland die Crossler aus dem Aargau.

August Widmer
Merken
Drucken
Teilen
Beim Quer von Steinmaur gehörte Severin Sägesser vom RC Gränichen (ganz links) während des ganzen Rennens der Spitze an. Hier beim Ueberspringen einer Hürde vor dem Deutschen Sascha Weber, der am Schluss Sechster wurde, und den besten Schweizern Marcel Wildhaber (Sieger) und Simon Zahner (Zweiter/alle von links).

Beim Quer von Steinmaur gehörte Severin Sägesser vom RC Gränichen (ganz links) während des ganzen Rennens der Spitze an. Hier beim Ueberspringen einer Hürde vor dem Deutschen Sascha Weber, der am Schluss Sechster wurde, und den besten Schweizern Marcel Wildhaber (Sieger) und Simon Zahner (Zweiter/alle von links).

August Widmer

Abgesehen von der Schweizermeisterschaft im Jahre 2013, die vom Walliser Julien Taramarcaz gewonnen worden war, hatte in Steinmaur letztmals im Jahre 2011 mit Marcel Wildhaber ein Schweizer gewonnen. Bei der 55. Austragung vermochten sich die Schweizer wieder einmal gegen die Ausländer durchzusetzen.

Die Einheimischen realisierten gleich einen dreifachen Sieg. Wildhaber setzte sich im Endspurt mit einem hauchdünnen Vorsprung vor Simon Zahner und Nicola Rohrbach durch. Damit holte sich Wildhaber nach 2010 und 2011 zum dritten Male den Sieg. «Wenn die Strecke von Steinmaur trocken ist, liegt sie mir und ist meine Lieblingsstrecke», freute sich der 31-jährige Schwyzer aus Galgenen über diesen Erfolg.

Sägesser in der Offensive

Das Rennen wurde lange von einer Spitzengruppe von acht Fahrern geprägt. In dieser Spitze mit dabei auch Severin Sägesser vom RC Gränichen. In dem über zehn Runden führenden Rennen ging Sägesser in der sechsten Runde in die Offensive: «Ich hoffte wegzukommen. Leider gelang mir dies nicht. Immerhin wurde die Spitze durch diesen Angriff etwas kleiner». In der Endphase war es dann Sägesser selber, der etwas Federn lassen musste.

Als viertbester Schweizer kam der 24-jährige als Siebter ins Ziel. «Ich habe etwas probiert. Ob ich ohne meinen Effort rangmässig weiter vorne gewesen wäre, lässt sich im Nachhinein nicht sagen. Am Schluss war es für alle schwer». Mit dem siebten Rang bestätigte Sägesser jedenfalls, dass er derzeit zu den besten Schweizer Querfahrern gehört. Die nächsten Einsätze des für den RC Gränichen fahrenden Niederämters werden denn auch auf höchstem Niveau sein: Am nächsten Sonntag findet in Valkenburg in Holland ein Weltcup-Rennen statt und am 30. Oktober in Pont-Chateau in Frankreich die Europameisterschaft. Sägesser hofft an beiden Grossereignissen als Vertreter der Schweiz am Start zu sein. Anfangs November geht die Crosssaison mit den Rennen von Pfaffnau und Hittnau in der Schweiz weiter.

Grod bei den Frauen vorne dabei

In Steinmaur gelang im Frauen-Rennen der Freiämterin Nadia Grod (Besenbüren/VC Hägglingen) nach dem Sieg von Mettmenstetten wiederum eine gute Leistung. Als drittbeste Schweizerin kam Grod in dem von Nicole Koller (Eschenbach) gewonnen Rennen auf den sechsten Rang. Mit ihren erst 16 Jahren war Grod mitten im Feld der Elite-Fahrerinnen die jüngste unter den zehn Erstklassierten. Mit weiteren Spitzenresultaten im Verlaufe der Saison durch die Freiämterin darf gerechnet werden.

Im Jedermann-Rennen von Steinmaur, das mit 72 Fahrerinnen und Fahrern das grösste Teilnehmerfeld aufwies, kam Martin Weiss (Wettingen) als bester Aargauer auf den vierten Rang. Und im Rennen der Anfänger belegte Dominik Weiss (Sulz) als bester Rüebliländer den achten Rang.