Alain Schultz, wie gross ist Ihr Anteil am 2:1-Erfolg des FC Aarau gegen den FC Zürich?

Der Anteil ist nicht grösser als jener der anderen Spieler. Ich habe das Beste gegeben und meinen Job gemacht. Nicht mehr und nicht weniger.

Das klingt bescheiden: Immerhin haben Sie die beiden Treffer des FCA vorbereitet.

Das stimmt. Beim ersten Tor wurde der Ball allerdings abgefälscht. Da war etwas Glück mit dabei. Beim zweiten Tor sah ich den freistehenden Dante Senger und ermöglichte ihm mit einem guten Zuspiel den ersten Saisontreffer. Das 2:0 war extrem wichtig. Dieser Treffer gab der Mannschaft etwas Luft und war wohl entscheidend für den Gewinn der drei Punkte.

In der Challenge League waren Sie beim FC Aarau eine Teamstütze, in der Super League kommen Sie über eine Rolle als Joker nicht hinaus: Warum ist das so?

Eine heikle Frage. Ich hatte zuletzt etwas Pech. Eine Verletzung im Fussgelenk und eine Innenbandzerrung zwangen mich zu einer Trainingspause von knapp drei Wochen. Vielleicht hat der Leistungsabfall aber auch mit meinem Alter zu tun. Ich werde im nächsten Februar 31 Jahre alt. Meine Karriere neigt sich also langsam, aber sicher dem Ende zu. Mir wird oft vorgeworfen, dass ich zu langsam sei und in den Zweikämpfen zu spät komme. Ich bin eine typische Nummer 10 und sicherlich nicht der grosse Sprinter. Das muss ich auf meiner Position im zentralen Mittelfeld aber auch nicht sein. Hakan Yakin und Alex Frei waren auch nicht die Schnellsten und hatten trotzdem Erfolg.

Wie sehen Sie Ihre Rolle beim FC Aarau?

Ich bin ein Teamplayer, stelle mich also voll und ganz in den Dienst der Mannschaft und bin da, wenn mich der Trainer braucht. Ich bin ein Ballverteiler und ein Spezialist für Corners und Freistösse. Zudem bin ich in der Lage, entscheidende Pässe zu schlagen und auch mal einen Treffer mit einem Schuss aus zwanzig Metern zu erzielen.

Wie ist Ihr Verhältnis mit Trainer René Weiler?

Gut. Wir hatten zu Beginn der Saison ein Gespräch. René Weiler hat mir klar gemacht, dass meine Rolle in der Super League etwas anders aussehen werde als in der Challenge League. Ich wusste, dass der Kampf um einen Stammplatz nicht einfach wird. Das ist allerdings kein Problem für mich.

Rechnen Sie am Sonntag im Heimspiel gegen Lausanne (13.45Uhr, Brügglifeld) erneut mit einem Einsatz von Beginn an?

Das weiss ich nicht. Das entscheidet einzig und allein der Trainer.