Dass die rund 300 Zuschauer in den Genuss einer intensiven Partie kommen würden, zeichnete sich schon in den ersten Minuten ab: Horgen legte los wie die sprichwörtliche Feuerwehr und versuchte, die Städtli-Abwehr mit Hochgeschwindigkeitshandball schwindlig zu spielen.

Drei Minuten lang durchaus mit Erfolg. Dann mussten sich die Horgener aus dem roten Drehzahlbereich verabschieden, ohne das Heimteam nachhaltig beeindruckt zu haben. Was in der 6. Minute zur erstmaligen Badener Führung führte, an der sich bis zum Ende nichts mehr ändern sollte.

Die Partie selber ist schnell erzählt: Piff! Paff! Und: Puff! Städtli und Horgen lieferten sich einen offenen Schlagabtausch und zeigten begeisternden Offensivhandball. Zur Pause waren in der Aue schon gleich viele Tore geschossen wie im parallel laufenden Match in Möhlin in den vollen 60 Minuten!

Was dem Publikum grösstes Vergnügen bereitete, dürfte beiden Trainern doch einige Kopfschmerzen bereitet haben. Denn so effektiv und stilsicher ihre Teams im Angriff waren, so bescheiden fiel das Rendement in der Defensive aus. Beide Abwehrreihen löchrig, die Schlussleute ohne grossen Einfluss aufs Spiel – wo der Akzent in den kommenden Trainings liegt, erklärt sich wohl von selbst.

Zurück zu den sage und schreibe 73 Toren des kurzweiligen Samstagabends: Während Horgen stark von den beiden Topshootern Jonas Affentranger(9/15) und Mathias Müller (9/11) lebte, trugen sich auf Badener Seite alle (!) eingesetzten Feldspieler in die Torschützenliste ein. Topscorer: Ramon Schweizer mit makellosen 8 Toren aus 8 Versuchen, gefolgt von Josef Zuber(7/9) und Philipp Seitle (6/9).

Fazit

Städtli 1 2017/2018 präsentierte sich im ersten Heimspiel der jungen Saison als breit aufgestelltes Kollektiv, das auf hohem Niveau ohne herausstechende Topscorer auskommt und so für den Gegner umso schwieriger auszurechnen ist. Beste Voraussetzungen für das Erreichen der ambitionierten Saisonziele und ein Ausrufezeichen für das kommende Auswärtsspiel in Steffisburg.