Challenge League

Schönenberger pusht Wohlen zum zweiten Sieg in Folge

Urs Schönenbergers Einstand beim FC Wohlen ist geglückt. (Archivbild)

Urs Schönenbergers Einstand beim FC Wohlen ist geglückt. (Archivbild)

Der FC Wohlen siegt weiter: Nach dem 2:1 gegen Wil gewinnen die Freiämter in Vaduz sogar mit 5:0. Dem neuen Wohlen-Trainer Urs Schönenberger ist damit der Einstand geglückt.

Manchmal schlägt der Fussball Kapriolen. Und wie. Ist es ein Traum? Oder ist es Wirklichkeit? Der FC Wohlen führte nach gut einer Stunde gegen den Aufstiegsanwärter Vaduz mit 3:0. Und das absolut verdient.

Nicht nur die Torschützen Alexandre De Lima, Pascal Renfer und Alain Schultz kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, nein, auch die 1063 Zuschauer im schmucken Stadion Rheinpark trauen ihren Augen nicht.

Lima mit Klassepartie

Am Schluss schlägt der Kleine den Grossen sogar mit 5:0. Joker Altin Osmani setzt nur 100 Sekunden nach seiner Einwechslung das Tüpfelchen aufs „i" und doppelt kurze Zeit später sogar nach.

Für den Wohler Challenge-League-Verantwortlichen René Meier ist der unerwartete Erfolg eine riesige Genugtuung. „Die Mannschaft hat auf eindrückliche Art und Weise bewiesen", so Meier, „wie gross ihr Potenzial ist. De Lima beispielsweise hat eine Klassepartie gezeigt. Gleiches gilt für Stauber und Renfer. Auf dieses Team kann ich stolz sein."

Zufriedener Trainer

Neutrainer Urs Schönenberger war ebenfalls hoch zufrieden, lobte die Mannschaft für ihre professionelle Einstellung und sagte: „Ich habe während der Teamsitzung gespürt, dass die Spieler unbedingt gewinnen wollen. Dieser Siegeswillen hat am Ende den Ausschlag gegeben."

Für einmal lief alles für den FC Wohlen. Nach einem Energieanfall von Adan Rebronja und einer ideal getimten Flanke von Benjamin Stauber kam Pascal Renfer im Fünfmeterraum zwar etwas zu spät, aber Alexandre De Lima stand am hinteren Pfosten goldrichtig und bugsierte den Ball hinter die Linie.

Der FC Wohlen führte nach zehn Minuten und verwaltete den Vorsprung trotz teilweise leichtfertiger Ballverluste im Mittelfeld bis zum Pausenpfiff. Dies vor allem deshalb, weil es den Angriffsbemühungen von Vaduz an der nötigen Präzision fehlte.

Nach einer Stunde war es entschieden

Hätte es Renfer im Abschluss nicht an Kaltblütigkeit vermissen lassen, wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Allerdings verpassten Sabia, Diego Ciccone und Roland Schwegler den Ausgleichstreffer für die Liechtensteiner ebenfalls nur knapp.

Nach dem Wechsel setzte Vaduz voll auf Risiko, Wohlen aber konterte: Und hatte mit dieser Taktik prompt Erfolg. Alain Schultz lancierte den wieselflinken Stauber - und dessen Zuspiel verwertete Renfer zum Zweitorevorsprung.

Und als Schultz nach Ablauf einer Stunde auf Pass von Simon Roduner sogar das 3:0 gelang, war der Favorit aus dem Ländle endgültig auf der Verliererstrasse. Vaduz gab zwar nicht auf, brachte aber kein Bein mehr vors andere.

Osmani gab dem Heimklub mit zwei weiteren Treffern den Rest. Einen Wermutstropfen gab es für die Wohler allerdings doch: Przemek Madry zog sich nach einer Viertelstunde einen Muskelfaserriss zu. Das aber konnte man im Sog des Erfolgs verschmerzen. (ruku)

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