Haidong Gumdo

Schöne Erfahrungen mit koreanischer Schwertkampfkunst

Meister Tae-Kyoung Lee zeigte an den Schweizer Schwertkampfmeisterschaften eine spektakuläre Vorführung. Alex Wagner

Meister Tae-Kyoung Lee zeigte an den Schweizer Schwertkampfmeisterschaften eine spektakuläre Vorführung. Alex Wagner

Das Sportzentrum Burkertsmatt war Austragungsort der zweiten Schweizer Meisterschaften in der koreanischen Schwertkampfkunst Haidong Gumdo. Über 100 Teilnehmer massen sich in Disziplinen wie Formenlauf, Zweikampf oder Papierschnitt.

Für die Teilnehmer galt es schon früh morgens ernst. Nach der Eröffnungszeremonie ging es um 8.30 Uhr los mit den Wettkämpfen. Im Formenlauf zählten Geschwindigkeit, Kraft und Körperkontrolle, während in den Zweikampfchoreographie Abwechslung und Realismus bewertet wurden. Im Papierschnitt hiess es, ein Papier genau auf einer schwarzen Linie zu durchtrennen, jeder Zentimeter Abweichung gab Punkteabzug. Des Weiteren massen sich die Teilnehmer in Kerzenschnitt (das Auslöschen einer Kerze, ohne diese zu berühren) und diversen Gruppendisziplinen, in denen auch die Synchronität eine grosse Rolle spielte.

Spektakulär ging es auch an der Vorführung durch das Haidong-Gumdo-Demo-Team zu und her. Unter der Leitung von Meister Chul-Kyung Lee, dem technischen Direktor der Schweiz und der EU, und mit der Unterstützung von Meister Tae-Kyoung Lee, Mitglied der Ausbildungskommission des Haidong Gumdo Weltverbandes «World Haidong Gumdo Federation», zeigte das Team Techniken in höchster Präzision.

«Ein gelungener Anlass für unser
10-Jahr-Jubiläum, der die vielen Zuschauer für diese faszinierende Kampfkunst begeistern konnte», schwärmte Headmaster Christian Mayer, Präsident des Schweizer Haidong-Gumdo-Verbandes. Er war es auch, der Haidong Gumdo 2005 in die Schweiz gebracht hatte. Auch die OK-Leiter Meister Ralf Sommerfeld, Schulleiter in Dietikon, und Meister Giuseppe Ferrandino, Schulleiter in Hägendorf , Eich und Bern, freuten sich über den Anlass: «Wir haben die Ziele erreicht und konnten den Gumdo-in der Schweiz eine schöne Erfahrung mit auf den Weg geben.» Ferrandinos Schüler waren aber auch erfolgreich. Urs Vögtli, Luca Dobmann (beide Eich), Frederik Boss, Sabrina Heller, Florian Sarkar (alle Hägendorf) und Manuel Chinello (Bern) verdienten sich Auszeichnungen.

Am Abend wurde die Siegerehrung schliesslich von einer Tanzvorführung des koreanischen Tänzers Jay Jun abgerundet. Er hat sich mit seiner Tanzkunst und choreographischer Arbeit weltweit einen Namen gemacht. Jay Jun, 1978 in Seoul geboren, wurde bereits mit knapp 20 Jahren als Solotänzer ans grösste koreanische Tanztheater, der National Dance Company of Korea, berufen. Zurzeit lebt und unterrichtet er Ballett und Modern Dance in Luzern.

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