Bei kühlen Temperaturen brauchte es eine Weile, bis sich vor 150 Zuschauern im Spitzenkampf zwischen dem FC Wettingen und dem FC Rothrist eine der beiden Kontrahenten eine Torchance gutschreiben lassen konnte.

In der 37. Minute war es dann soweit. Nach einem scharf getretenen Freistoss Zeciris ging Figlioli von der Rothrister Hintermannschaft vergessen und setzte zu einem wuchtigen Kopfball an, der das Tor nur um einige Zentimeter verfehlte.

Die Gäste kamen in der 44. Spielminute zu ihrer ersten nennenswerten Aktion vor dem gegnerischen Gehäuse. Nach einer Hereingabe Manuel Zobrist von der Grundlinie brachte Erb das Kunststück fertig, den Ball aus wenigen Metern Entfernung nicht am glänzend agierenden Wettinger Schlussmann vorbeizuschieben.

Jedoch nur eine Zeigerumdrehung später machte es der Gästestürmer besser. Nach einem Zuspiel in die Spitze enteilte er seinem Bewacher, umspielte mit einer gekonnten Täuschung Vodola und schob zur Führung für die Gäste ein.

Wettingen bleibt harmlos

In den zweiten 45 Minuten war die Partie um einiges offensiver geführt als noch in der ersten Halbzeit. Die Gastgeber suchten gleich zu Beginn vehement den Ausgleich und schnürten die Gäste zeitweise in deren Platzhälfte ein. Diese verlagerten sich aufs Verteidigen des knappen Vorsprungs und sorgte bei Gelegenheit mittels Konter für Gefahr vor Vodola.

In der 70. Minute hätte ein solcher Konter fast zum Erfolg geführt. Nach einem Sololauf Kqiras klärte Hoppler im letzten Moment vor dem einschussbereiten Angreifer der Gäste und wehrte damit die Vorentscheidung ab.

In der 87. Minute war es Emmenegger, der nach seinem harten Einsteigen gegen den Rothrister mit Gelb-Rot vom Platz flog und damit seinem Team die letzten Hoffnungen auf den Ausgleich wie einen Ballon platzen liess.

«Wir sind mit unserer Leistung nicht zufrieden. Wir hatten während der gesamten 90 Minuten klar weniger Biss als die Rothrister, deshalb geht die Niederlage auch in Ordnung», fasste der enttäuschte Wettinger Trainer Nino Lombardi das Spiel zusammen.

Siegestorschütze Rafael Erb war selbstverständlich anderer Laune: «Wir sind nach Wettingen gekommen, um zu gewinnen, was uns dank einer guten und geschlossenen Mannschaftsleistung auch verdient gelungen ist.»