Handball NLA

Schock beim HSC Suhr Aarau: Martin Slaninka erlitt Innenbandriss und fällt für den Rest der Saison aus

Martin Slaninka erlitt beim 27:24-Sieg des HSC Suhr Aarau zum Playoff-Auftakt einen Innenbandriss im linken Knie und fällt für den Rest der Saison aus.

Am Tag nach dem 27:24-Sieg zum Playoff-Auftakt gegen Wacker Thun folgt der Schock für den HSC Suhr Aarau: Abwehrchef und Kreisläufer Martin Slaninka hat sich ein Innenband gerissen und fällt für den Rest der Saison aus.

Wie bitter ist denn das? Nicht einmal 24 Stunden nach dem grossen Jubel in der Aarauer Schachenhalle der Dämpfer: Saisonende für Martin Slaninka. Der Slowake hat sich bei einer Abwehraktion am Dienstagabend ein Innenband im linken Knie gerissen. Das hat die ärztliche Untersuchung am Mittwochmorgen ergeben. Damit bezahlt der HSC Suhr Aarau seinen 27:24-Heimsieg zum Auftakt der Playoff-Viertelfinalserie sehr teuer.

Es geschah in der 17. Minute

Die für Slaninka verherende Szene spielt sich in der 17. Minute ab: Wackers Rückraumspieler Damien Guignet zieht in Richtung Torraum, Slaninka blockt ihn erfolgreich. Allerdings gehen bei der Aktion beide Spieler zu Boden, wobei sich Slaninka das linke Knie verdreht.

Der Slowake beisst sich noch kurz durch und muss sich dann minutenlang auf der Bank pflegen lassen, ehe er auf die Platte zurückkehrt. Die Partie spielt Slaninka noch zu Ende, tags darauf aber muss er für den Rest der Saison Forfait geben. Seine ärztlich bezifferte Ausfalldauer beträgt je nach Heilungsverlauf sechs bis acht Wochen.

Cheftrainer Kaufmann: «Wir werden zusammenrücken»

Mit dem 29-jährigen 2,02-Meter-Hünen muss der HSC auf eine sehr wichtige Teamstütze verzichten. Denn Slaninka ist sowohl in der Defensive als Abwehrchef, als auch in der Offensive als Kreisläufer mit dem bestehenden Kader nicht 1:1 zu ersetzen.

«Der Ausfall von Martin bedeutet Alles und Nichts zugleich! Wir werden zusammenrücken und noch motivierter sein. Wir werden auch für ihn spielen! Wir haben diese Saison schon einmal bewiesen, dass wir jeden Ausfall kompensieren können», gibt sich HSC-Cheftrainer Misha Kaufmann kämpferisch.

Slaninkas zweiter Ausfall in dieser Saison

Tatsächlich fällt Slaninka bereits zum zweiten Mal in der laufenden Saison in einer entscheidenden Phase aus. Ende Oktober hatte er sich einen Riss des Meniskus zugezogen – auch damals ausgerechnet in einer Partie gegen Wacker Thun. Er hatte deswegen den Rest der Hauptrunde verpasst.

Damals hatte der HSC zu einem richtiggehenden Sturmlauf angesetzt und ohne seinen Kreisläufer gleich vier Mal in Serie gewonnen – unter anderem auch Anfang Dezember gegen Wacker. Und schliesslich hatte der HSC ohne Slaninka den Finalrunden-Einzug geschafft. Allerdings fanden die Partien damals mehrheitlich im Wochenrhytmus statt und nicht wie aktuell in den Playoffs im Zweitages-Takt.

Dass die damalige Situation nicht mit der neuen zu vergleichen ist, ist natürlich auch Kaufmann klar: «Das macht die Ausgangslage auf keinen Fall einfacher. Wir müssen jetzt noch mehr darauf schauen, dass wir clever mit den Kräften haushalten können.»

Entwarnung bei Poloz

Immerhin hielt der Mittwoch auch eine gute Nachricht für den HSC Suhr Aarau bereit: Flügelspieler David Poloz, der sich während der Partie vom Dienstag zwischenzeitlich hatte am Fuss pflegen lassen müssen, ist fit. Der Tscheche wird also dabei sein, wenn die Aargauer heute Abend (Anpfiff: 19.30 Uhr) für Spiel 2 in Thun auflaufen.

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