Schweizer Cup

Schneuwly muss unters Messer: Trotzdem glaubt der FC Aarau an das Weiterkommen gegen Cup-Gigant Sion

Die Aarau-Fans geben die Marschrichtung für das Sion-Spiel vor

Die Aarau-Fans geben die Marschrichtung für das Sion-Spiel vor

Zwei Wochen Pause sind genug, für den FC Aarau gilt es wieder ernst - und wie: Für den  Sechzehntelfinal kommt kein geringerer als die Cup-Mannschaft schlechthin, der FC Sion, ins Brügglifeld. "Auch wenn wir in der zweiten Cuprunde gerne nochmals als Favorit gegen einen unterklassigen Gegner ins Rennen gegangen wären - Sion ist ein sehr attraktiver Gegner, gegen den wir uns Chancen ausrechen", sagt FCA-Trainer Patrick Rahmen.

Mut machen werden den Aarauern auch der Blick auf die bisherigen Ergebnisse der zweiten Cuprunde: Mit Servette (0:1 gegen GC), St. Gallen (0:2 in Winterthur) und Lugano (0:3 in Lausanne) schieden bereits drei Super-League-Klubs gegen solche aus der Challenge League aus.

Trotzdem gilt Aarau gegen den Super-League-Dritten Sion naturgemäss als Aussenseiter. Doch der Cup hat bekanntlich seine eigenen Gesetze - zu verlieren hat ab Sonntag 16 Uhr nur der FC Sion etwas, die Aarauer können ohne Druck aufspielen. Sion-Coach Stéphane Henchoz sagt denn auch: "Härter hätte es uns in der Auslosung nicht treffen können, Aarau ist ziemlich der schwierigste Gegner zu diesem Zeitpunkt." Für Henchoz ist die Reise ins Brügglifeld mit besonderen Gefühlen verbunden: Vor gut drei Monaten gelang ihm mit Xamax das Undenkbare, als er am 2. Juni im Barrage-Rückspiel trotz 0:4-Hypothek noch den Abstieg abwendete. Wie das gelang und wie er die Barrage-Tage erlebte, erzählt Henchoz der "Aargauer Zeitung" ausführlich - klicken Sie hier!

Marco Schneuwly wird am Sonntag operiert

Wie steht es um die Personalien beider Klubs? Aarau muss neben den langzeitverletzten Jäckle, Peralta, Corradi und Balaj auch auf Marco Schneuwly verzichten: Nach dem Donnerstagstraining verschlimmerten sich beim 34-Jährigen die Knieprobleme, die er schon länger mit sich herumschleppt. Die MRI-Untersuchung ergab: Schneuwly muss unters Messer, um sich einen Teil des Meniskus rausschneiden zu lassen, die OP findet am Sonntag des Cupspiels gegen Sion statt - Ausfalldauer mindestens vier Wochen.

Ebenfalls nicht im FCA-Kader stehen wird Neuzugang Geoffrey Serey Dié: Die Spielberechtigung für den Ivorer ist noch nicht eingetroffen, er wird sein Debüt im FCA-Trikot wohl am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Schaffhausen feiern. Übrigens: Serey Dié trat am Freitag überraschend aus der Nationalmannschaft der Elfenbeinküste zurück - und dies, obwohl er kürzlich erst das Captainamt übernahm. 

Mit Blick auf den FC Sion stellt sich die Frage: Spielen der zuletzt verletzte Valon Behrami und Sturm-Neuzugang Seydou Doumbi? Letzterer reiste jedenfalls mit in den Aargau und dürfte im Brügglifeld sein Sion-Debüt feiern. Behrami hingegen wird wohl nochmals zuschauen.

Frühzeitige Anreise empfohlen

Warme Temperaturen und Sonnenschein, eine attraktive Paarung - im Brügglifeld ist alles angerichtet für einen echten Cup-Leckerbissen. Bleibt zu hoffen, dass die hochklassige Affiche von vielen Zuschauern begleitet wird: Wird die 5000er-Marke geknackt? Die Kassen öffnen 90 Minuten vor Spielbeginn um 14.30 Uhr. Frühzeitiges Erscheinen wird empfohlen, um den Anpfiff um 16 Uhr nicht zu verpassen.

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