Handball
Schmeichelhaftes Remis für Suhr Aarau im Aargauer Derby

Zum letzten Mal trafen Endingen und Suhr Aarau in der NLA aufeinander. Man tat sich im Derby nicht weh und teilte sich mit dem 30:30 brüderlich die Punkte.

Luca Muntwyler
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Das letzten NLA-Kantonalderby endet mit einem Unentschieden. Im ersten Aufeinandertreffen der zwei Aargauer Teams (Bild) konnte sich Suhr Aarau noch durchsetzen.

Das letzten NLA-Kantonalderby endet mit einem Unentschieden. Im ersten Aufeinandertreffen der zwei Aargauer Teams (Bild) konnte sich Suhr Aarau noch durchsetzen.

Man erhielt durchaus den Eindruck, es gehe im letzten NLA-Kantonalderby um nichts mehr. Sowohl Suhr Aarau wie auch Endingen steigen ab. Dies merkte man den Spielern bereits vor der Partie an - ein Spässchen hier, ein Augenzwinkern dort.

Es herrschte trotz Derby-Rivalität eine lockere Atmosphäre auf dem Feld. Nicht so auf der Tribüne. Die zahlreichen Zuschauer waren angespannt, denn ein wenig Brisanz lag doch noch in der Partie, immerhin ging es ein weiteres Mal darum, wer die Nummer 1 im Kanton ist. Bisher gelang es Endingen nicht, den Suhrern diese Position mit einem Derbysieg streitig zu machen..

Katerstimmung bei Suhr Aarau?

«Heute packen wir sie», gab sich ein Heim-Fan diesmal optimistisch. In der Tat war die Chance für Endingen, das erste Mal das Direktduell für sich zu entscheiden, verhältnismässig gross. Für Suhr Aarau war es das erste Spiel, seitdem klar ist, dass man den Gang in die Zweitklassigkeit antreten muss. Da schien es fraglich, wie gross die Motivation noch war.

Die Partie war wenig umkämpft. «Ein Derby ist zwar immer von Bedeutung, doch es war diesmal in der Tat nicht ganz so hart», meinte Mark Schelbert vom HSC, «man ist zwar immer motiviert, aber die Luft ist ein wenig draussen.» Dem stimmte auch Endingens Marvin Lier zu: «Man hat gemerkt, dass es in diesem Spiel um nichts mehr ging. Die absolute Härte gab es nicht mehr. Aber trotzdem waren Emotionen im Spiel. Und die kleinen Nicklichkeiten am Kreis fehlten auch nicht.»

«Endingen hätte den Sieg mehr verdient»

Das Spiel verlief praktisch während den gesamten 60 Minuten ausgeglichen. Keiner Mannschaft gelang es, entscheidend davon zu ziehen. Am Ende trennten sich die beiden Absteiger mit 30:30. «Wir haben unser Ziel nicht erreicht», erklärte Goalgetter Lier, der mit seinen acht teilweise schön herausgespielten Treffern massgeblich am Punktgewinn seines Teams beteiligt war.

«Wir wollten den Derby-Sieg, auch wenn es um nichts mehr ging. Am Ende ist es wohl ein verdientes Unentschieden.» Schelbert resümierte sogar, dass «Endingen eigentlich den Sieg mehr verdient hätte. Für uns ist das Resultat ein wenig schmeichelhaft. Wir wollten gewinnen, doch hat uns in gewissen Phasen einfach der Biss gefehlt.»