Schiessen
Schiesssportverband: Ehrung für einen Verstobenen

163 Delegierte und viele Gäste aus Politik, Militär und Schützenkreisen trafen sich zur ordentlichen Delegiertenversammlung des Aargauer Schiesssportverbands. Victor Hüsser ist neuer Präsident, der verstorbene Werner Häusermann ist Ehrenpräsident.

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DV Aargauer Schützen
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Verbandspräsident Victor Hüsser mit der einzig anwesende Einzel-Schweizermeisterin, Selina Koch
Der höchste Aargauer Schütze, Victor Hüsser (rechts), dankt dem höchsten Aargauer Thierry Burkart mit einem Andenken

DV Aargauer Schützen

zVg

Die Versammlung stand im Zeichen des Hinschiedes des Präsidenten Werner Häusermann und den Gesamterneuerungswahlen. Auf sympathische Art und Weise würdigte Ehrenpräsident Hans Ulrich Zimmermann den verstorbenen Präsidenten.

Den Anwesenden wurde vor die Augen geführt, wie lange Häusermann für das Schiesswesen tätig war. Zimmermann hob vor allem die aufgeschlossene und freundliche Art von ihm hervor. Vizepräsident Victor Hüsser verlas anstelle seiner Ansprache den letzten Bericht von Häusermann im Jahresbericht.

Bei den Ehrungen wurde für seine ausserordentlichen Verdienst um das Schiesswesen Werner Häusermann posthum zum Ehrenpräsidenten des Aargauer Schiesssportverbandes ernannt. Geehrt wurden weiter nebst den erfolgreichen Aargauer Schützinnen und Schützen die zurückgetretenen Funktionäre. Andreas Jordi, Urs Läuppi, Walter Isler und Maya Hanselmann durften des Dank des AGSV und ein Geschenk in Empfang nehmen.

Zwei Vakanzen im Vorstand

Bei den Wahlen des Vorstandes konnten die zwei entstandenen Vakanzen und in der GPK eine Vakanz nicht ersetzt werden, da sich keine Kandidaten finden liessen. Einstimmig wurde Victor Hüsser für ein Jahr als neuer Präsident gewählt.

In die DRK wurde neu Anton Meier, 1953, Schöftland (Präsident Sportschützen Teufenthal) gewählt. Die verabschiedete Verbandsrechnung schliesst mit einem minimen Überschuss von Fr. 515.00 ab. Budgetiert war ein Minus von Fr. 21'500.00. Bei gleichbleibenden Jahresbeiträgen sieht der verabschiedete Voranschlag ein Mehraufwand von Fr. 10'000.00 vor.

Auch die Beiträge für 2015 wurden nicht erhöht. Doch muss für das Jahr 2016 eine Erhöhung ins Auge gefasst werden. Eine der Haupteinnahmequellen des Verbandes sind die Mitgliederbeiträge. Zurzeit gibt es im Aargau 221 Schiessvereine. Die Anzahl der Lizenzen ist mit 4841 erstmals unter die magische Grenze von 5000 gefallen.

Gripen, Sicherheit und Eidgenössisches Schützenfest

Die Grüsse der Tagungsgemeinde überbrachte deren Gemeindeammann Stefan Bossard. Er erwähnte, dass es heute nicht mehr selbstverständlich ist, sich zu engagieren dankt für das Mitmachen und das wertvolle Engagement in den Vereinen. Div Andreas Bölsterli stellte fest, dass die Bürger der Schweiz mit einem sehr deutlichen Ja gesagt haben zu unserer Milizarmee.

Bundesrat und Parlament haben das Budget für die Sicherheit auf 5 Mrd pro Jahr erhöht und zugestimmt, dass die Armee einen Teil der Tigerflotte mit dem neuem Kampfflugzeug Gripen ersetzten darf. Er rief dazu auf, alles zu tun, um das Vertrauen von Volk und Parlament zu rechtfertigen.

Grossratspräsident Thierry Burkart erwähnte, dass eine neue Weltordnung im entstehen ist. Die Kräfte gehen in Richtung Schwellenländer. Er möchte den Teufel nicht an die Wand malen, doch die Reduzierung der Armeebudgets in den westlichen Ländern und das Aufrüsten in China muss einem zu denken geben.

«Die Miliztätigkeit bringt Flexibilität und die Schützen sind ein Teil dieses Milizsystem, und dafür danke ich euch», erwähnte der höchste Aargauer am Schluss seiner Rede. Werner Grossniklaus stellte das Eidgenössische Schützenfest 2015 vor. Vom 11. Juni bis 12. Juli werden im Wallis 40 000 Schützen und 30 000 Besucher erwartet. Das Budget beträgt 18.8 Mio Franken und auf insgesamt 240 Scheiben wird um möglichst hohe Punktzahlen geschossen.

Das Schiesszentrum hat eine Grösse von 35 Fussballfeldern. Nach der Genehmigung der Grundbestimmungen des Aargauer Kantonalschützenfestes 2017 im Bezirk Zofingen und dem neuen Kranzkartenreglement durfte der neugewählte Präsident Victor Hüsser die Versammlung nach drei Stunden schliessen.