Der FC Aarau hat seinen ersten Transfer im Hinblick auf die neue Spielzeit in der Super League getätigt. Es handelt sich um Mittelfeldspieler Sandro Wieser.

Der 21-jährige Liechtensteiner wird bis zum Ende der Saison vom deutschen Bundesligisten TSG Hoffenheim nach Aarau ausgeliehen. Er ist in der Auswahl des neuen FCA-Cheftrainers Sven Christ als Ersatz für Artur Ionita im defensiven Mittelfeld vorgesehen.

Einst war Wieser - nach nur 22 Minuten Einsatzzeit in der Super League - für einen Millionenbetrag von seinem Ausbildungsverein FC Basel nach Deutschland gewechselt; seither sind rund zweieinhalb Jahre vergangen.

In der Bundesliga vermochte er sich allerdings nicht zu etablieren und kam nur zu einem einzigen Teileinsatz für die Kraichgauer. In der vergangenen Saison war Wieser an den österreichischen Bundesligisten SV Ried ausgeliehen, wo er nach ansprechenden Leistungen durch einen Meniskusriss zurückgeworfen wurde.

Bereits in Hoffenheim hatte er sich am Knie operieren lassen müssen. „Nun bin ich wieder fit", sagt Wieser. Um sich nicht unnötigen Risiken auszusetzen, verzichtete er jüngst sogar auf ein Aufgebot der Nationalmannschaft, wo trotz seines jungen Alters schon 21 Einsätze zu Buche stehen.

Der FC Aarau sei sehr interessant, um Spielpraxis auf höchstem Niveau zu sammeln. Insgesamt hat Wieser seit seinem Wechsel zu Hoffenheim, wo er noch einen Vertrag bis 2016 besitzt, erst 44 Spiele absolviert - nur zwölf Partien davon in einer obersten Liga.

Es ist folglich auch ein Neubeginn für Sandro Wieser. Ein grosses Talent, das die Farben seines Landes bereits im Alter von 17 Jahren repräsentiert hatte, doch die hohen Erwartungen infolge Verletzungen bislang nicht restlos zu erfüllen wusste.