FC Aarau
Sandro Burki sucht seinen Nachfolger – warum nicht Gilles Yapi?

Seit zwei Tagen ist Sandro Burki der neue Sportchef beim FC Aarau. Seine erste Aufgabe: Den eigenen Nachfolger verpflichten.

Sebastian Wendel
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Derzeit beim FCZ unter Vertrag: Gilles Yapi.

Derzeit beim FCZ unter Vertrag: Gilles Yapi.

Keystone

Sandro Burki gilt als Hoffnungsträger für eine erfolgreiche, langfristige Zukunft des FCA. Doch mit seinem gleichzeitigen Rücktritt als Spieler und Captain hat er im Team eine grosse Lücke hinterlassen. Im aktuellen Kader ist kein Spieler zu finden, der in der Lage ist, Burkis Rolle als Patron nahtlos zu übernehmen.

Burki und der FCA haben angekündigt, auf dem Transfermarkt aktiv werden zu wollen. Logisch, dass Burki nach einem Führungsspieler Ausschau hält, der die völlig verunsicherte FCA-Mannschaft kurzfristig stabilisieren kann und auf dem Platz der verlängerte Arm von Trainer Marino Jurendic ist. Also genau die Eigenschaften vereint, die auch Burki als Spieler hatte.

Der Name des früheren GC- und Sion-Captains Veroljub Salatic ist im Brügglifeld schon öfter gefallen – ihn zu holen, dürfte wegen der hohen Lohnforderungen von Salatic aber nicht realisierbar sein. Zudem eilt dem 31-Jährigen der Ruf voraus, bei seinen Vereinen für Unruhe zu sorgen.

Wer sonst kommt für den FC Aarau infrage? Beim Blick in die Kader der Super-League-Teams fällt ein Spieler auf, der perfekt ins Anforderungsprofil passt: Gilles Yapi vom FC Zürich. Der 35-Jährige ist bei den Zürchern immer noch im Mannschaftsrat, spielt sportlich aber keine bedeutende Rolle mehr. Die Chance für Burki!

Viel Erfahrung

Warum Yapi? Der Ivorer ist auf der strategisch wichtigen Position im zentralen Mittelfeld und somit auf der gleichen wie einst Burki zu Hause. Yapi ist ein bescheidener Typ, der mit seiner ruhigen Art gut ins Brügglifeld passt. Er hat bei YB, dem FC Basel, mit dem FCZ und mit der Nationalmannschaft der Elfenbeinküste national und international viel Erfahrung gesammelt und verfügt trotz seiner 35 Jahre über genug Klasse, um dem FCA kurzfristig zu helfen. Der Vertrag von Yapi beim FCZ läuft noch bis Ende dieser Saison – gut möglich, dass der FCZ bereit ist, den verdienten Spieler auszuleihen und ihm so Spielpraxis zu ermöglichen.

Übrigens: Yapi hat eine Vergangenheit im Brügglifeld, wenn auch keine schöne. 2014 war er beim FC Aarau im Probetraining, kurz vor Unterschrift aber sprang er ab und wechselte zum FC Zürich. Kurz darauf spielte Yapi mit ebendiesem FCZ im Brügglifeld und wurde von Sandro Wieser derart brutal gefoult, dass FCZ-Präsi Ancillo Canepa den Weiser anzeigte. Yapi fiel über ein halbes Jahr aus, kämpfte sich aber wieder zurück und führte den FCZ in der vergangenen Saison zurück in die Super League.

Burki
5 Bilder
Der FC-Aarau-Präsident Alfred Schmid (links) und sein neuer Sportchef Sandro Burki. freshfocus
Burki fühlt sich als neuer Sportchef wohl
Ein Bild mit Symbolcharakter: Sandro Burki (31), hier noch als Spieler, klatscht mit seinem Vorgänger Raimondo Ponte (62) ab.Freshfocus
Sandro Burki (hier am Ball) beendet seine Spieler-Karriere und wird neuer Sportchef beim FC Aarau

Burki

Fabio Baranzini