Handball NLA

Saisonziel zum Greifen nah: Schon am Sonntag kann der TV Endingen den Ligaerhalt sicherstellen

TVE-Spieler Leonard Pejkovic im Abschluss gegen GC Amicitia.

NLA-Playout, Spiel 2: TV Endingen - GC Amicitia

TVE-Spieler Leonard Pejkovic im Abschluss gegen GC Amicitia.

Die Surbtaler können den NLA-Ligaerhalt am Sonntag (16.00 Uhr) in Spiel 3 der Playout-Serie gegen GC Amicitia sicherstellen. Sollte der TV Endingen überraschend verlieren, müssten sie in der GoEasy Arena nochmals antreten – was noch etwas Geld in die Vereinskasse bringen würde.

  • «Der Ligaerhalt.» So lautete die Antwort von TVE-Geschäftsführer Christian Villiger vor Saisonbeginn auf die Frage nach dem Saisonziel des NLA-Aufsteigers vom vergangenen Sommer.

Dass der Weg dazu über das Playout führen könnte, war nicht ganz unwahrscheinlich, zumindest aber nicht auszuschliessen gewesen. Dass der TV Endingen in dieser Serie aber nach zwei Spielen mit ebenso vielen Siegen in Front liegen würde, davon war nicht auszugehen gewesen – zumal der Gegner GC Amicitia hiess beziehungsweise heisst.

Weil dem aber so ist und weil die zweite Partie der Serie (29:19-Heimsieg) phasenweise zu einem Schaulaufen der Surbtaler verkommen war, gibt es nun keine Zweifel mehr, wer im Playout zu favorisieren ist: Der TVE, dem nur noch ein Sieg zum Ligaerhalt fehlt.

Ohne Druck aufspielen

Dementsprechend reisen die Aargauer am Sonntag ohne jeden Druck nach Zürich, wo sie dank der perfekten Ausgangslage in der Saalsporthalle bereits den ersten Matchball erhalten. Sollte Endingen überraschenderweise verlieren, käme es am Samstag darauf in der GoEasy-Arena zum vierten Kräftemessen der Serie.

Ein weiteres Heimspiel brächte mit 8000 Franken Einnahmen auch noch einmal etwas Geld in die Klubkasse, wäre es da nicht reizvoll, die Sicherung des Ligaerhalts noch einmal hinauszuzögern?

Villiger winkt ab: «Auf keinen Fall. Ich freue mich einfach, wenn wir oben bleiben. Wo das geschieht, ist vollkommen egal», sagt der Geschäftsführer und ergänzt auf erneute Nachfrage: «Natürlich, 8000 Franken nehme ich immer gerne. Aber noch viel lieber bleibe ich in der NLA.» Von taktischen Spielen, nur um noch einmal zusätzliche Einnahmen zu generieren, hält er nichts.

Keine Feier geplant

Derweil haben die Spieler im Kader des TVE so oder so nur eines im Kopf: Sie wollen im dritten Spiel den dritten Sieg. «Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut. Die Spieler sind frohen Mutes, werden aber auch mit der entsprechenden Demut an die Partie herangehen», sagt Villiger. «Wenn wir jetzt verlieren, erhält GC nochmals Aufwind. Das wollen wir unbedingt vermeiden.»

Trotz Optimismus und sehr guter Stimmung: Eine Feier für den Fall des Ligaerhalts haben Villiger und Co. für übermorgen noch nicht geplant. «Wir werden vielleicht vor dem Wochenende noch ein, zwei Telefonate führen, aber dazu sage ich nicht mehr. Effektiv planen werden wir nichts. Das wäre auch nicht korrekt. Das machen wir dann, wenn wir den Ligaerhalt geschafft haben.»

Bei aller Demut: Die eine oder andere Reservation im Vorfeld kann nicht schaden, das Saisonziel liegt für den TVE in Griffweite bereit.

Meistgesehen

Artboard 1