Challenge League

Saftige Klatsche vor dem Abflug ins Trainingslager: Der FC Aarau unterliegt im Test bei Thun 1:6

Stürmer Alessandro Ciarrocchi erzielte bei der 1:6-Testspielniederlage gegen Thun den einzigen Treffer für den FC Aarau

Stürmer Alessandro Ciarrocchi erzielte bei der 1:6-Testspielniederlage gegen Thun den einzigen Treffer für den FC Aarau

Am Tag vor der Abreise ins neuntägige Trainingslager in Marbella verliert ein ersatzgeschwächter FC Aarau das erste Testspiel des Jahres 2017 auswärts beim Super-League-Klub FC Thun gleich mit 1:6. Alessandro Ciarrocchi sorgte für den Aarauer Ehrentreffer.

So haben sich Trainer Marco Schällibaum und Co. den Ausgang des ersten Testspiels im Jahr 2017 nicht vorgestellt: Gleich mit 1:6 unterliegt der Viertplatzierte der Challenge League dem Vorletzten der Super League.

Dabei hatte die Partie am Dienstagmittag bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in der Thuner Stockhorn Arena gar nicht schlecht begonnen: Für den ersten Aufreger sorgte nämlich FCA-Mittelfeldspieler Geoffrey Tréand, als er den Ball in der 11. Minute an den Pfosten des Thuner Kastens setzte. Nach Toren von Simone Rapp (19.) und Marco Bürki (30./Foulpenalty) für das Heimteam verkürzte FCA-Stürmer Alessandro Ciarrocchi mit einem Kopfballtor zum Pausenstand von 1:2.

Einbruch in der zweiten Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel war es der ex-Wohler Rapp (50.), der mit seinem zweiten Treffer den Zweitorevorsprung für die Thuner wiederherstellte. Er profitierte dabei von einem unglücklichen Rückspiel von FCA-Testspieler Damir Mehidic, der als linker Aussenverteidiger durchspielte.

Danach kam es beim FCA zu insgesamt fünf Einwechslungen, die unter anderem die Nachwuchsspieler Raoul Giger, Tim Hemmi und Varol Tasar ins Spiel brachten. Mit Fortdauer der Partie schwand der Wiederstand der Aarauer: Der Unterklassige zollte den schwierigen äusseren Bedingungen auf dem teilweise gefrorenen Geläuf und der Müdigkeit nach harten Trainingswochen Tribut und hatte dem Thuner Angriff nicht mehr viel entgegenzusetzen. Zwei Mal Ivan Markovic (66./77.) und erneut Rapp (81.) sorgten schliesslich für den deutlichen Endstand.

Genug Zeit für Verbesserungen

«Das ist sicher ein sehr brutales Resultat. Trotzdem: Die erste Halbzeit hat mir sehr gut gefallen, auch wenn das jetzt vielleicht ein bisschen seltsam klingt», sagt Schällibaum. «Natürlich tut es weh, so zu verlieren, aber im Endeffekt war es ein Testspiel. Lieber jetzt so richtig eins auf die Kappe bekommen, als später. Jetzt haben wir noch genug Zeit, das auszubügeln.»

Der Trainer sprach auch das an, was seine Mannschaft (und auch ihn selbst) bereits in der vergangenen Woche im Training eingeschränkt hatte: die Grippewelle. Zwar kehrten einige Spieler in die Mannschaft zurück, sie waren aber aufgrund der überstandenen Krankheit noch geschwächt. Innenverteidiger Stéphane Besle fehlte einerseits, weil er krank war, andererseits plagt er sich auch noch mit Hüftproblemen herum. Sébastien Wüthrich wurde auf dem Kunstrasen im Thuner Stadion nicht eingesetzt, weil er zuletzt unter einer Reizung der Achillessehne litt und ein Einsatz deshalb zu gefährlich gewesen wäre.

Am Mittwoch geht es in Spanien los

Nun dürften sich sowohl die Mannschaft als auch der Trainer auf die angenehmen Bedingungen im Trainingslager an der spanischen Costa del Sol freuen. Am Mittwochmorgen fliegt der FC Aarau ab dem Flughafen Zürich ins neuntägige Trainingslager in Marbella. Dort erreichte das Thermometer am Dienstag warme 20 Grad bei herrlich blauem Himmel und Sonnenschein.

Verfolgen Sie das Trainingslager des FC Aarau in Marbella vom 18. bis 26. Januar ab Mittwochnachmittag im Liveblog auf unserer Website.

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