Tennis
Sadikovic erfüllt sich mit SM-Titel eigenen Wunsch

Amra Sadikovic hat sich dank eines Finalsiegs über Timea Bacsinszky den Schweizer Tennis-Meistertitel gesichert. Kurz vor dem Turnier sagte die 23-Jährige noch, dass sie das Turnier unbedingt einmal gewinnen wolle.

Fabio Baranzini
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Amra Sadikovic gewann den SM-Final ohne Satzverlust gegen Timea Bacsinszky. Foto: Keystone/Archiv

Amra Sadikovic gewann den SM-Final ohne Satzverlust gegen Timea Bacsinszky. Foto: Keystone/Archiv

Vier Tage später nach dem Aussprechen des Wunsches, hat sich dieser bereits erfüllt. Gestern holte sie sich dank einem Sieg über Bacsinszky (N1, 3) den ersten Titel. «Es ist ein mega schönes Gefühl. Der Titel bedeutet mir extrem viel», freute sich Sadikovic (N1, 4). Die Aargauerin blieb letztlich ohne Satzverlust. Im Halbfinal bezwang sie Stephanie Vogt (N1, 5) 6:3, 7:5 und konnte sich so für die Niederlage an gleicher Stelle vor einem Jahr revanchieren.

Auch im Endspiel zeigte Sadikovic gegen die leicht favorisierte Bacsinszky eine starke Leistung. «Ich habe versucht, sie in Ballwechsel zu verwickeln und ihre Vorhand anzugreifen», erklärte sie ihre Taktik. Diese ging voll auf und so siegte Sadikovic mit 6:3, 7:6. Zeit zum Feiern blieb der 23-Jährigen kaum, denn bereits heute Morgen um 7.40 Uhr flog sie nach Ankara, wo sie diese Woche im Einsatz steht.

Neben Sadikovic vermochte mit Alexander Sadecky ein zweiter Aargauer Tenniscrack zu glänzen. Der Würenloser qualifizierte sich fürs Finale und bezwang dabei unter anderem den top gesetzten Titelverteidiger Adrien Bossel (N1, 6) 6:7, 6:4, 7:5. Noch enger wurde es im Halbfinal gegen Raphael Lustenberger (N2, 16). Dort wehrte Sadecky im Tiebreak des Entscheidungssatzes nicht weniger als 5 (!) Matchbälle in Serie ab. «Eigentlich hätte ich diese Partie verlieren müssen, aber ich habe auch bei 1:6 noch an meine Chance geglaubt», sagte er.

Im Endspiel unterlag er dann Favorit Henri Laaksonen (N1, 7) 6:7, 4:6, obwohl er im ersten Satz noch 5:2 in Front lag. Dennoch zieht der 25-Jährige ein positives Fazit: «Hätte mir jemand vor dem Turnier die Finalteilnahme angeboten, hätte ich sofort unterschrieben. Trotzdem bin ich ein wenig enttäuscht, dass es im Final nicht ganz gereicht hat.»

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