FC Wohlen

Rueda gewinnt den ersten Vergleich mit Sforza

Martin Rueda (hinten) feierte einen Sieg gegen seinen ehemaligen Mitstreiter Ciriaco Sforza.

Martin Rueda (hinten) feierte einen Sieg gegen seinen ehemaligen Mitstreiter Ciriaco Sforza.

Wohlen hat am Vorbereitungsturnier in Bern-Breitenrain einen Prestige-Sieg gegen den FC Thun (1:0) erreicht. Im Final gegen YB war man hingegen chancenlos und verlor mit 0:3.

Im Rahmen des Vorbereitungsturniers in Bern-Breitenrain präsentierten sich der FC Wohlen sehr zur Freude von Trainer Martin Rueda mit viel Spielwitz und den typischen Tugenden eines Unterklassigen: «Meine Jungs zeigten viel Leidenschaft und unterstrichen damit den Eindruck, den ich bereits beim Trainingsstart vor zwei Wochen erhielt: Alle ziehen am gleichen Strick.»

Dies durchaus mit Erfolg. Im Startspiel gegen Thun gelang der angestrebte Finaleinzug dank eines Treffers von Marijan Urtic. Im anschliessenden Duell um den Turniersieg mit YB stellte Rueda dann aber das Resultat in den Hintergrund und veränderte seine Mannschaft gleich auf acht Positionen, um jedem die nötige Spielgelegenheit zu bieten.
Die daraus resultierende 0:3-Niederlage dürfte daher Rueda, der sich nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder gut ins Trainerbusiness eingelebt hat, verkraften.

Vor allem auch, weil er in der speziellen Partie gegen Thun mit Ciriaco Sforza den Mann besiegte, der in der vergangenen Saison als erfolgreicher Wohlen-Trainer die Erwartungen des kleinen Vereins stark ansteigen liess und ihm daher ein schweres Erbe vermachte. Rueda ist sich dem grossen Druck aber bewusst und gibt sich getrost: «Wir haben viel Qualität und möchten daher auch nächste Saison wieder vorne mitspielen. Zudem macht es vorne einfach mehr Spass.»

Wohlen mit zwei Testspielern

Nur eine Tatsache trübt die grosse Zuversicht: die fehlenden Innenverteidiger. Mit dem Wechsel von Captain Alban Pnishi zu GC verliess vor kurzem die wohl wichtigste, langjährige Teamstütze den Verein und dürfte kaum zu ersetzen sein. Mit Mario Bühler (Vaduz) wanderte eine weitere Stammkraft der Verteidigung in Richtung Super League ab. Zwar waren mit Mihael Kovacevic (zurzeit höchste Liga Ungarns) und Sergio Parla (dritthöchste Liga Spaniens) zwei Testspieler mit an Bord, doch lassen die eingeschränkten finanziellen Mittel des Vereins keine Schnellschüsse zu.

Trotzdem dürfte allen Verantwortlichen bewusst sein, dass der Höhenflug der 1. Mannschaft ohne Neubesetzung der Innenverteidigung in der kommenden Spielzeit kaum fortgesetzt werden kann. Besonders wenn man bedenkt, dass nach dem Abgang von Stürmer und Topskorer Roman Buess zu Thun auch auf anderen Positionen Handlungsbedarf von Nöten scheint.

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