Die «Women of the Year 2015» hat in ihrer Karriere so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt: Meistertitel in der Schweiz und Schweden, Auszeichnungen in Übersee, zwei Bronzemedaillen an der WM in Burlington und den Olympischen Spielen in Sotschi.

Jahrelang prägte sie zusammen mit Schwester Stefanie auch das Nationalteam, dem sie in den letzten Jahren als Captain vorstand. Ihr Rücktritt am Ende der Saison 2014/2015 hinterliess nicht nur in Reinach, ihrem letzten SWHL-Team,  sondern auch in der Nationalmannschaft eine grosse Lücke.

Wiederverinigung der Marty-Zwillinge

Mit dem «Rücktritt vom Rücktritt» wird die 28jährige Verteidigerin zumindest wieder die heimische Liga bereichern. Erstmals seit längerem spielen die beiden Schwestern wieder in einem Frauen-Team zusammen. Dem erst seit ein paar Wochen eigenständigen Verein Neuchâtel Hockey Academy – vormals das Frauen-Team von Université Neuchâtel – ist mit dem Transfer von Julia Marty ein erster echter Coup gelungen. Weitere sollen folgen, wie Präsidentin Laure Aeschimann erklärt. «Wir wollen uns weiterhin als erster Herausforderer der beiden Spitzenteams ZSC Lions und Lugano positionieren.»