Schiessen

Rückgang beim Feldschiessen: Zu wenig hitzeresistente Schützen

Die Teilnehmerzahlen beim Feldschiessen gingen im Aargau mehrheitlich zurück.

Die Teilnehmerzahlen beim Feldschiessen gingen im Aargau mehrheitlich zurück.

Nach jüngsten Jahren der Steigerung erlitt das Eidgenössische Feldschiessen auch im Aargau einen Rückschlag. Die Beteiligung sank um 1134 auf 13‘327. Das heisse Wochenende ahres bremste den Zustrom auf den 47 Schiessplätzen im ganzen Kanton.

Der Aargauer Feldchef Werner Stauffer (Dürrenäsch) nahm den im Einklang mit dem nationalen Trend stehenden Rückgang im Kanton gefasst zur Kenntnis. Bereits am Samstag auf dem Vorstandsrundgang des Aargauer Schiesssportverbandes (AGSV) hatte sich der Teilnehmerschwund abgezeichnet.

Stauffer relativiert den Abschwung: «Das zu gute Wetter trug zum Rückgang bei. Auf der Gegenseite verzeichneten wir in diesem Jahr sehr viele junge Schützen.» Dies beweise, dass der Schiesssport auch die junge Generation begeistere.

Der Rückgang betraf sowohl die Gewehr- wie die Pistolenschützen. Auf der 300-m-Distanz beträgt der Rückgang 941 Teilnehmer. Insgesamt absolvierten 10’597 Schützinnen und Schützen das Feldschiessen mit einem Ordnonnanzgewehr. Mit der Pistole bewältigen im Aargau 2730 Frauen und Männer das 18-Schuss-Programm. Im Vorjahr warens 2923.

Zusammengefasst ergibt sich im Aargau bei einer Gesamtbeteiligung von 13‘327 Schützinnen und Schützen ein Rückgang um 7,8 Prozent.

Drei Maximalresultate

Besonders treffsicher zeigten sich eine Frau und zwei Männer beim Pistolenschiessen auf die 25-m-Distanz. Chantal Häuptli (Neuenhof), Daniel Dennler (Umiken) und Andreas Hunziker (Oberkulm) erzielten 18 Mal einen Volltreffer zum Maximalresultat von 180 Punkten. Dahinter folgen eine Schützin und sechs Schützen mit 179 Punkten, was das hohe Aargauer Niveau im Pistolenschiessen unterstreicht.

Auf der 300-m-Distanz resultierten bei den Gewehrschützen bei einem Maximum von 72 Punkten immerhin zwei 71er-Resultate durch Thomas Mitterhuber (Oeschgen) und André Baumgartner (Kirchdorf). Eine Schützin und zwölf Schützen erzielten 70 Punkte.

Obwohl der Rückgang fast alle Schiessplätze betraf, hatte Werner Stauffer einen Grund zur Freude. In der Freiämter Schützenhochburg Bünzen legten sich für das diesjährige Feldschiessen 1012 Schützinnen und Schützen aufs Läger.

«Das ist das erste Mal, dass ein Schiessplatz die 1000er-Marke knackt», konstatierte Stauffer. Dies zeige, dass sich auch bei heissem Wetter viele Teilnehmer mobilisieren liessen, sofern der durchführende Verein entsprechende Aktivitäten entwickle.

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Teilnehmer auf den Aargauer Schiessplätzen

Gewehr 300 m: Gränichen (Obertel Suhr ) 200,Muhen (Ghürst Kölliken) 145, Densbüren 197, Buchs (Lostorf) 205, Untersiggenthal 371, Freienwil 166, Neuenhof 287, Fislisbach (Mühlescheer Wohlenschwil) 357, Rudolfstetten-Friedlisberg 271, Tägerig 330, Zufikon 169, Uezwil-Sarmenstorf 408, Unterlunkhof 203, Riniken 279, Thalheim 164, RS Brugg 237, Scherz-Schinznach Bad 198, Beinwil am See (Murweid Menziken) 472, Dürrenäsch 737, Oberzeihen (Talmatte Effingen) 269, Frick (Schlauen Oeschgen) 213, Wil (Sparblig Gansingen) 254, Laufenburg (Schlauen Oeschgen) 255, Wittnau 138, Ammerswil 477, Bünzen 1012, Muri (Benzenschwil) 356, Sins 230, Zuzgen 128, Magden 261, Wiliberg-Hintermoos (Reitnau) 231, Kölliken-Holziken 132, Murgenthal-Balzenwil 180, Zofingen 346, Kirchspiel (Fullerfeld) 262, Endingen 371, RS Aarau (Lostorf Buchs) 86.

Pistole 25/50 m: Oberentfelden (Obertel Suhr) 461, Neuenhof 257, Wohlen 385, Riniken 294, Reinach 219, Laufenburg 192, Fahrwangen 191, Rheinfelden 121, Zofingen 276, Endingen 334.

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