Boris Ivkovic ist ein besonnener Mann. Der erfahrene Goalietrainer des FC Wohlen will vor den entscheidenden Partien keine Goaliediskussion aufkommen lassen. Er steht bedingungslos hinter seinen Schützlingen Flamur Tahiraj (27) und Joel Kiassumbua (22). Schliesslich kennt er die beiden besser als sonst jemand im Verein. Darum haben seine Worte auch Gewicht, wenn er sagt: «Flamur hat seinen Fehler verdaut. Er ist hundertprozentig bereit für das Spiel in Schaffhausen.»

Einer der Konstantesten im Team

Wir erinnern uns mit Schaudern zurück an die Nachspielzeit im Mittwochspiel gegen Chiasso. Wegen eines Fehlers von Tahiraj kamen die Südtessiner noch zum 2:2. Ivkovic: «Trotz diesem Fehler: Flamur spielte meiner Ansicht nach diese Saison sehr sicher.» Da hat der Goalietrainer recht. Tahiraj ist bisher einer der konstantesten Spieler im gesamten Kader. «Ich habe vollstes Vertrauen in Tahiraj», so Ivkovic. Ob dies auch Trainer Sforza so sieht, wird man heute um 17 Uhr erfahren.

Zum Gegner. Lange spielte der FC Schaffhausen – notabene als Liganeuling – ganz vorne in der Tabelle mit und liebäugelte phasenweise gar mit dem direkten Durchmarsch in die Super League. Aktuell steht das Team von Trainer Maurizio Jacobacci auf Rang vier. Die letzten drei Partien gegen Chiasso, Wil und Lugano gingen allesamt verloren. Kommt das den Wohlern nun entgegen oder nicht? «Wir müssen nicht auf den Gegner schauen, sondern das Positive aus dem Chiasso-Match mitnehmen», sagt Innenverteidiger Alban Pnishi trotzig, «dann werden wir auch gegen Schaffhausen gut aussehen.» Ironie des Schicksals: Schaffhausen empfängt in der letzten Runde auch noch Locarno und kann im Abstiegskampf das berühmte Zünglein an der Waage spielen.

Gegen die spielstarken Teams der Liga haben die Freiämter immer wieder gut ausgesehen. Man denke da an die beiden 1:1 gegen Aufsteiger Vaduz oder natürlich den 5:1-Auswärtssieg gegen Servette. Und wer weiss, vielleicht beschert FCW-Innenverteidiger Giampà Schaffhausens Goalie Vasic (war zuletzt allerdings Ersatz) ein unschönes Déjà-vu und überlistet ihn wie schon im ersten Saisonduell mit einem «Briefkasten-Tor».

Schaffhausen mit erstem Transfer

Anders als die Freiämter weiss der heutige Gegner bereits seit geraumer Zeit, dass er in der kommenden Saison erneut in der Challenge League spielen wird. Das vereinfacht die Planung natürlich erheblich. Und so haben die Schaffhauser bereits den ersten Transfer tätigen können. Von 1.-Ligist Wangen bei Olten stösst das 19-jährige Torhütertalent Stefan Lapcevic in die Munotstadt.