Grand Prix Rüebliland
«Rüebliland»-Sieger Andrii Ponomar macht sich eigenes Geburtstagsgeschenk

Der Ukrainer Andrii Ponomar gewinnt die 44. Austragung des «Grand Prix Rüebliland».

August Widmer
Drucken
Die Schlussetappe in Sulz wurde vom Dänen Tobias Lund Andresen (rechts), der am Samstagmorgen auch in Seon gewann, vor dem Deutschen Lührs und Europameister Kasper Andersen aus Dänemark gewonnen.
3 Bilder
Die 44. Austragung des Grand Prix Rüebliland
Andrii Ponomar aus der Ukraine gewann die 44. Austragung des GP Rüebliland

Die Schlussetappe in Sulz wurde vom Dänen Tobias Lund Andresen (rechts), der am Samstagmorgen auch in Seon gewann, vor dem Deutschen Lührs und Europameister Kasper Andersen aus Dänemark gewonnen.

aw

Der «Grand Prix Rüebliland» schreibt in diesen Tagen selbst an der Tour de France beste Schlagzeilen, indem das Kommentatoren-Trio vom deutschen Sportsender «Eurosport» gleich mehrmals über das gleichzeitig stattfindende Aargauer Radrennen schwärmte. Es kam so weit, weil das Schweizer Radtalent Marc Hirschi, der «GP Rüebliland»-Sieger der Austragung des Jahres 2015, derzeit an der Tour für Furore sorgt.

Die beste Werbung für den «Grand Prix Rüebliland» vor hunderttausenden TV-Zuschauern ist mehr als verdient. So war auch in diesem Jahr am «Rüebliland» grosse Nachwuchs-Klasse zu bestaunen, der Ukrainer Andrii Ponomar trug seinen Teil dazu bei. Der für ein italienisches Nachwuchsteam fahrende Ukrainer entschied die 44. Austragung des «GP Rüebliland» für sich. Er feierte am Samstag nicht nur während der Austragung seinen 18. Geburtstag, sondern war auch der einzige Fahrer geblieben, der eine Etappe solo gewinnen konnte.

Und dies am Freitagnachmittag auf dem das Etappenrennen eröffnenden Startteilstück rund um Roggliswil im Grenzgebiet Aargau-Luzern-Bern. Der Ukrainer erreichte dort das Ziel mit einem Vorsprung von 37 Sekunden vor dem Franzosen Enzo Paleni und dem Dänen Adam Jörgensen. Auf den restlichen Etappen versuchte die Gegnerschaft zwar, diese drei Fahrer, zu distanzieren.

Aber weder in der in Seon im Spurt entschiedenen Etappe vom Samstagmorgen, noch im Zeitfahren vom Samstagnachmittag und auch nicht auf der in Sulz im Fricktal zu Ende gehenden anspruchsvollen Schlussetappe gelang dies den Gegnern.

Die Fahrer der deutschen Nationalmannschaft um Marco Brenner, den EM-Dritten im Zeitfahren, hatten noch versucht, dem Rennen eine Wende zu geben. Brenner gewann das Zeitfahren. Aber die kurze Distanz von 8,8 km genügte dem Deutschen nicht, um den auf der Startetappe eingehandelten Rückstand von einer Minute und fünf Sekunden wettzumachen. In der Geschichte des seit dem Jahre 1977 durchgeführten GP Rüebliland ist der Erfolg von Ponomar der erste Sieg eines Fahrers aus der Ukraine.

Die Schweizer hatten im Rennen von 110 Fahrern aus mehr als einem Dutzend Ländern keinen einfachen Stand. Als bester Schweizer kam der Aargauer Fabio Christen (Gippingen) auf den siebten Schlussrang. Achter wurde der Jurassier Arnaud Tendon. Tendon führte bis am Schlusstag in der Bergpreiswertung, musste dann aber im Rennen rund um Sulz das Bergpreistrikot noch an den Franzosen Joris Chaussinand abgeben. Der fürs Team Aargau fahrende Dominik Weiss (Sulz) war so der einzige Schweizer geblieben, der am diesjährigen «GP Rüebliland» aufs Podest konnte. Weiss war am Samstagmorgen in Seon auf den dritten Rang gefahren.

Aktuelle Nachrichten